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Ortsdurchfahrt

Asperg: Die Großbaustelle Ortsdurchfahrt ist ihrer Zeit voraus

Die Bauarbeiten in der Eglosheimer Straße in Asperg kommen zügig voran. Allerdings werden sie auch noch über ein Jahr lang andauern. Im Sommer wird die Einmündung der Osterholzstraße grundlegend umgestaltet.

Schneller als erwartet gehen die Bauarbeiten in der Eglosheimer Straße voran. Foto: Andreas Becker
Schneller als erwartet gehen die Bauarbeiten in der Eglosheimer Straße voran. Foto: Andreas Becker
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Asperg. Seit fast einem Jahr ist Aspergs Hauptverkehrsader eine Groß- und Dauerbaustelle: Am 6. April 2021 begann die Sanierung und Neugestaltung der Eglosheimer Straße an der Streicherkreuzung – dem Ostportal der Stadt –, und bis sie erst einmal kurz vor der Einmündung in die Königstraße am Eingang zur Stadtmitte beendet sind, werden sie voraussichtlich noch bis August nächsten Jahres andauern.

Die gute Nachricht: Die Bauarbeiten liefen bislang schneller als gedacht, der tatsächliche Baufortschritt ist dem Zeitplan voraus. „Wir haben einige Wochen Vorsprung“, freut sich Bürgermeister Christian Eiberger. Das verschaffe dem Mammutprojekt einen wichtigen zeitlichen Puffer: „Man weiß ja nie, was im Untergrund steckt.“ Auch der Verkehr laufe bisher besser als befürchtet, er habe hinsichtlich der „Parkthematik und des Ausweichverkehrs“ mit größeren Problemen gerechnet, sagt der Schultes erfreut.

Rewe-Supermarkt über den Lerchenweg erreichbar

Derzeit ist der vierte Abschnitt dran, die Baustelle befindet sich im Bereich zwischen Rewe/Augustenstraße und der Einmündung der Osterholzstraße. Der Supermarkt kann vom Lerchenweg her angefahren werden, der Parkplatz des dm-Drogeriemarkts ist von Osten her (aus Richtung Eglosheim) wieder direkt zu erreichen, auch wenn die Belagsarbeiten in diesem Bereich noch nicht abgeschlossen sind.

Herausfordernd dürften die Bauarbeiten werden, wenn sie in wenigen Wochen die Einmündung der Osterholzstraße erreichen. In diesem, dem fünften Teilabschnitt, der bis Oktober dauern soll, wird der gesamte Einmündungsbereich umgestaltet. Ein wichtiges Ziel: Die diagonale „Abkürzung“ in Richtung Osterholz und Ludwigsburger Innenstadt für den Durchgangsverkehr unattraktiver zu machen. Zumindest solange die Kreuzung mit der Eglosheimer Straße durch Bauarbeiten blockiert ist, wird dafür allerdings der Schleichverkehr zunehmen, der durch die Alleenstraße und weiter via Bahnhof- und Lehenstraße nach Westen in die Asperger Stadtmitte oder in Richtung Hohenasperg und Tamm will. Der überörtliche Verkehr sollte Asperg möglichst umfahren (die wichtigsten Umleitungen sind im Kartenausschnitt mit blauen Pfeilen angedeutet)..

Ausweichverkehr über Tamm teils durch Bauarbeiten dort erschwert

Dabei gilt allerdings für die Ost-West-Achse: Auch auf der möglichen Ausweichstrecke zur B27 via Tamm wird bis Mitte Juli gebuddelt – denn auch dort wird die Ortsdurchfahrt modernisiert. Die für den Verkehr aus und nach Asperg besonders wichtigen Bauabschnitte vom Kreisel am Tammer Sportplatz bis zum Breuningerland kommen ab Ende Mai an die Reihe.

Insgesamt dauern die Bauarbeiten in Tamm, die – nach Vorarbeiten an der Boehringerkreuzung – in der nächsten Woche beginnen und bei denen die gesamte Ortsdurchfahrt saniert wird, aber nur fünf Monate, in Asperg hingegen braucht man für die deutlich kürzere Teilstrecke der Eglosheimer Straße deutlich über zwei Jahre. Warum ist das so? In Tamm wurden streckenweise nötige Kanal- und Leitungsarbeiten schon im Vorgriff erledigt, sodass jetzt vor allem der Belag erneuert und ein Radweg geschaffen wird. In Asperg hingegen muss man in der gesamten Eglosheimer Straße tief in den Untergrund graben – bis auf viereinhalb Meter Tiefe, sagt Schultes Eiberger. Dabei werden in Asperg nicht nur neue Kanäle verlegt, der gesamte Straßenraum wird neu gestaltet: Es entstehen neue, breite Fußwege, Längsparkplätze und Baumstreifen – dafür schrumpft die Fahrbahnbreite auf 6,50 Meter.

Im Gegensatz zu Tamm erhält Asperg keinen Radweg

Der Preis: Anders als ihr Pendant in Tamm erhält die Asperger Hauptverkehrsstraße keinen Radweg. Denn um zusätzlich eine separate Trasse nur für Radfahrer unterzubringen, fehle es in der neu gestalteten Eglosheimer Straße am nötigen Platz, sagt der Bürgermeister – und auch die Lösung eines kombinierten Rad- und Fußweges funktioniere in Asperg nicht. Dazu gebe es an der streckenweise dicht bebauten Eglosheimer Straße zu viele Ein- und Ausfahrten zu Garagen, Höfen oder Geschäften, sagt Eiberger im Blick auf die Verkehrssicherheit einer solchen Kombi-Lösung. Das seit Jahren erwartete Radewegekonzept für Asperg werde aber in absehbarer Zeit stehen, verspricht der Schultes.

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