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Ausfall bedeutet einen erheblichen Mehraufwand

Wer derzeit im Walheimer Rathaus anruft, hört grundsätzlich das Besetzt-Zeichen. Das ist nicht etwa auf Dauer-Telefonitis der Mitarbeiter zurückzuführen, sondern auf einen nicht umgesetzten Portierungsantrag im Zuge der Umstellung auf IP-Telefonie. Wir fragten bei Bürgermeister Albrecht Dautel wegen des Ausfalls der Telefonanlage nach.

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Albrecht Dautel. Foto: Stollenberg
Walheim. Was wurde verbockt, dass die Gemeindeverwaltung telefonisch nicht mehr erreichbar ist?

Albrecht Dautel: Mit der Umstellung der Telefonanlage auf IP-Telefonie haben wir auch den Anbieter gewechselt und bei der Telekom einen Antrag zur Mitnahme unserer Rufnummern gestellt. Das wurde bestätigt und die Umstellung auf den 6. November zugesagt, aber der Antrag wurde nicht bearbeitet und ist nicht mehr auffindbar.

Wie gehen Sie vor, um möglichst schnell wieder erreichbar zu sein?

Wir haben Beschwerde bei der Bundesnetzagentur eingereicht, da wir als Katastrophenschutzbehörde gar nicht vom Netz abgeschaltet werden dürfen. Als Geschäftskunden hatten wir angeblich schon immer einen konkreten Ansprechpartner, den aber bislang niemand benennen konnte. Wie lange es dauert, bis wir wieder erreichbar sind, ist also offen.

Können Sie die zeitweilige Nichterreichbarkeit auch ein bisschen genießen, weil zum Beispiel ohne ständiges Telefongeklingel ein ungestörtes Arbeiten möglich ist?

Nein, natürlich nicht. Für uns bedeutet der Ausfall zum einen erheblichen Mehraufwand, außerdem ist die Nicht-Erreichbarkeit gar nicht bürgerfreundlich und das widerstrebt mir.

Info: Die Gemeindeverwaltung hat derzeit eine Notfallnummer, unter der die Zentrale während der Dienstzeiten zu erreichen ist: (01 75) 6 67 82 36. Zudem ist sie weiterhin per E-Mail zu erreichen.