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Baustelle vor Schule sorgt für Wut bei den Eltern

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Markgröningen. Kurz vor Ende der Sommerferien beginnt Norbert Hagen mit seinem Kind in Markgröningen mit dem Training. Die beiden üben, wie es sicher in die Ludwig-Heyd-Schule kommt. Als der Unterricht dann tatsächlich beginnt, wird Hagen schnell klar, dass das Training für die Katz war. Der Grund: Eine Baustelle vor der Schule, die dafür sorgt, dass sich die Verkehrslage komplett geändert hat.

Hagen sagt unserer Zeitung: „Die Baustelle führt zu einer erheblichen Gefährdung der Schulanfänger.“ Als Beispiel nennt er die neue Ampelschaltung mit in seinen Augen sehr langen Rotphasen. „Viele Schüler gehen bei Rot oder verlassen sich fälschlicherweise auf den Zebrastreifen. Zudem wissen die Autofahrer oft nicht, wo sie richtig lang fahren sollen und blockieren regelmäßig die Straße“, so der besorgte Vater. „Es reicht, zu Stoßzeiten eine Viertelstunde Beobachtungen zu machen, um unzählige gefährliche Situationen dokumentieren zu können.“ Außerdem bemängelt Hagen die Kommunikationspolitik des Markgröninger Rathauses. Das Problem sei von mehreren Eltern und der Schule an die Stadt herangetragen worden – die Reaktion gleich Null gewesen.

Der Markgröninger Bürgermeister Rudolf Kürner sagt nun auf Anfrage unserer Zeitung: „Die Situation ärgert mich auch.“ Er verweist darauf, dass nicht die Stadt die Baustelle eingerichtet habe, sondern die Kraftwärmeanlagen GmbH aus Bietigheim, die bereits Teile der Markgröninger Altstadt mit umweltfreundlicher Nahwärme versorgt und jetzt weitere Quartiere in der Stadt an das Netz anschließen will.

Dafür müssen derzeit allerdings Leitungen verlegt werden. Das sollte eigentlich laut Kürner in den Ferien passieren, doch dann habe es Probleme mit Personal und Material gegeben. Immerhin: In rund einer Woche soll der Spuk vorbei sein und die Baustelle beendet werden. (phs)