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Gemeindehalle

Beim Großprojekt herrscht Einigkeit

Läuft alles nach Plan, könnte im Herbst 2021 mit der Sanierung und Erweiterung der Kirchheimer Gemeindehalle begonnen werden. Das Großprojekt wird nach aktuellen Berechnungen maximal 15 Millionen Euro kosten.

Sanierungsfall: die Gemeindehalle in Kirchheim. Archivfoto: Alfred Drossel
Sanierungsfall: die Gemeindehalle in Kirchheim. Foto: Alfred Drossel

Kirchheim. Die Einigkeit in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend war groß. Das war in der Vergangenheit selten der Fall, wenn es um die Sanierung und Erweiterung der Gemeindehalle ging. Doch jetzt stimmten alle Gemeinderäte der Kostenberechnung zu und somit kann die Gemeindeverwaltung den Baubeschluss vorbereiten. Es wäre ein Meilenstein für die Umsetzung des Großprojekts, das schon seit geraumer Zeit im Gremium diskutiert wird.

Gerade aus der Fraktion der Unabhängigen regte sich immer wieder Widerstand. Wobei hier nicht der Sinn der Sanierung und Erweiterung infrage gestellt wurde; denn dass bei der mehr als 50 Jahre alten Gemeindehalle etwas getan werden muss, ist unstrittig. Zumal ja auch eine Krippen- und zwei Kitagruppen dort unterkommen sollen. Vielmehr ging es um die Kosten und die Sorge davor, dass sich die Kommune angesichts weiterer größerer Projekte finanziell übernimmt. Mit Gesamtkosten von 13,5 Millionen Euro wurde im Mai seitens des Architektenbüros und der Fachplaner gerechnet. Hinzu kamen 1,8 Millionen Euro, die für eine Preissteigerung sowie „Unvorhergesehenes“ vorgesehen waren. Also insgesamt 15,35 Millionen Euro. Doch: Welche Risiken wären denn zu erwarten? Wo könnte bei den Bauarbeiten Unvorhergesehenes passieren? Hier wünschte der Gemeinderat eine nähere Untersuchung der Gemeindehalle. „Es gab eine intensive Nachbetrachtung, an der alle Fachplaner beteiligt waren“, sagte Bürgermeister Uwe Seibold. Böse Überraschungen habe es dabei keine gegeben – „wir sind auf einem guten Weg“. Zwar seien die Kosten geringfügig auf 13,6 Millionen Euro gestiegen, dafür habe die Reserve auf knapp 1,4 Millionen Euro gesenkt werden können. Somit bleiben Gesamtkosten von 15 Millionen Euro. „Mit diesen muss man maximal rechnen“, sagte Seibold. Man habe jetzt eine verlässliche Grundlage, meinte der Bürgermeister und sprach von einer „sehr, sehr hohen Kostensicherheit“. Mit der vertiefenden Untersuchung habe sich gezeigt, dass die Vorbereitungen sehr gut gewesen seien.

Die Verwaltung bat das Gremium, dass die Kosten in den Haushaltsplan 2021 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2024 eingestellt werden können. Die Entscheidung im Gemeinderat fiel einstimmig. „Was lange währt, wird endlich gut“, meinte Inge Schemminger (Unabhängige). Und: „Ich finde auch, dass wir es mittragen können, dass die Halle saniert und erweitert wird.“ Zumal ja auch eine Kita dort Platz finde. Über die angekündigte Zustimmung der Fraktion freute sich Seibold: „Das wäre ein sehr schönes Signal. So ein Projekt braucht eine breite Unterstützung.“ Dem schloss sich Hubert Deisinger (WGK) an: „Dass wir das gemeinsam anpacken und durchziehen, finde ich eine ganz tolle Sache.“ Die Gemeindehalle sei eine Mammutaufgabe, in die man viel Geld investieren müsse – doch zum Glück werde diese Summe durch Zuschüsse kleiner.

Tobias Vogt (CDU) freute sich bereits auf die Sitzung, „in der wir endlich einen Knopf dran machen“. Das dürfte bald so weit sein. Im Dezember soll der Baubeschluss erfolgen, im Januar könnte das Baugesuch gestellt werden.

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