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Tag der offenen Tür

Benninger werfen Blick ins Rathaus

Bei einem Tag der offenen Tür konnten die Benninger gestern das Rathaus in der Studionstraße besichtigen. Dort waren in den vergangenen 13 Monaten die Handwerker zu Gast. In dieser Zeit wurde die in weiten Teilen noch aus den 70er-Jahren stammende Inneneinrichtung modernisiert.

Großes Interesse herrscht am Tag der offenen Tür im frisch sanierten Benninger Rathaus. Fotos: Andreas Becker
Großes Interesse herrscht am Tag der offenen Tür im frisch sanierten Benninger Rathaus. Foto: Andreas Becker
Bürgermeister Klaus Warthon (links) und Architekt Uwe Hein stoßen auf die Sanierung an.
Bürgermeister Klaus Warthon (links) und Architekt Uwe Hein stoßen auf die Sanierung an.

Benningen. Die Benninger Verwaltungszentrale ist in den vergangenen Jahren immer wieder saniert worden. 2003 etwa musste das durchlässig gewordene Dach des Sitzungssaals abgedichtet werden. 2006 wurde der Sitzungssaal dann saniert; nach der Wirtschaftskrise 2008 stellte der Bund Mittel für energetische Maßnahmen zur Verfügung. Während der 2009/10 folgenden Bauarbeiten veränderte sich auch das äußere Erscheinungsbild, der Waschbeton wich einer weißen Putzfassade.

2010 erhielt das Einwohnermeldeamt eine zeitgemäße Aufmachung, 2015 wurde der Mehrzweckraum runderneuert. „Ohne diese verschiedenen Maßnahmen hätten wir die jüngste Sanierung gar nicht angehen können“, sagte Bürgermeister Klaus Warthon, als er den Besuchern des Tags der offenen Tür bei einem Vortrag im Sitzungssaal gemeinsam mit Architekt Uwe Hein die nun abgeschlossenen Bauarbeiten erklärte.

Die Rathausmitarbeiter hatten ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Es gab Einblicke in Bauakten sowie Übersichten zu Straßensanierungen und sonstigen kommunalen Bauprojekten. Ein Quiz und ein Schätzspiel sorgte für Abwechslung, eine in der Studionstraße aufgestellte Hebebühne ermöglichte Ausblicke aus luftiger Höhe. Die vielfältigen Angebote stießen auf reges Interesse, der Tag der offenen Tür lockte viele Neugierige an.

Beim Vortrag im Sitzungssaal waren auch Bürgermeister benachbarter Kommunen anwesend, etwa der Pleidelsheimer Schultes Ralf Trettner. „Wir sind froh, dass uns das Pleidelsheimer Schicksal erspart blieb“, wandte sich Warthon ganz unverblümt an seinen Kollegen. Das Pleidelsheimer Rathaus ist ebenfalls saniert worden, für knapp sieben Millionen Euro. „Das Gebäude musste komplett entkernt und zurückgebaut werden, die Mitarbeiter samt EDV während der Bauarbeiten in ein Ausweichquartier umziehen“, so Warthon.

Die jüngste Sanierungstätigkeit in der Benninger Studionstraße schlägt immerhin noch mit 1,9 Millionen Euro zu Buche. Die Hausmeisterwohnung wurde aufgegeben, dort befinden sich nun drei Räume für die Gemeinderatsfraktionen und das Büro von Hauptamtsleiter Timo Schenk. Der neue Aufzug erschließt sämtliche Etagen barrierefrei, die Beleuchtung, die Bürodecken und die sanitären Anlagen wurden erneuert. Um den neuen Brandschutzbestimmungen gerecht zu werden, wurde eine Fluchttreppe an der Südfassade montiert.

Der Mehrzweckraum verfügt jetzt über eine neue Küchenzeile. Dies erwies sich nicht zuletzt deshalb als Vorteil, weil der bisherige Vereinsraum im alten Schulhaus wegen hoher Auslastung derzeit vom Grundschulhort belegt wird. Die Vereine können den Mehrzweckraum mieten, der Gemeinderat hat die Konditionen zuletzt festgelegt. Dieses Provisorium wird laut Warthon wohl noch einige Zeit erhalten bleiben. „Wegen der hohen Nachfrage nach Betreuungsplätzen können wir dem Hort den Vereinsraum im Alten Schulhaus nicht so schnell wegnehmen.“

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