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Verkehr
Bevor die B27-Enzbrücke in Besigheim fertig ist, gibt’s in den Sommerferien eine Vollsperrung

Die Bauarbeiten an der Enzbrücke zwischen Besigheim und Walheim verzögern sich. Archivfoto: Alfred Drossel
Die Bauarbeiten an der Enzbrücke zwischen Besigheim und Walheim verzögern sich. Archivfoto: Alfred Drossel
Von Oktober an soll der Verkehr über die neue B27-Enzbrücke zwischen Besigheim und Walheim rollen können. Jetzt allerdings steht eine Vollsperrung rund um den Neubau an – fast die ganzen Sommerferien über.

Besigheim. Seit mehr als einem Jahr wird an der neuen Enzbrücke, über die die B27 zwischen Besigheim und Walheim verläuft, gebaut. Insgesamt 18 Monate hat das zuständige Regierungspräsidium Stuttgart für das 7,9 Millionen Euro teure Großprojekt veranschlagt. „Das Ziel ist, dass im Oktober der Verkehr über die neue Brücke fahren kann“, sagte Baudirektor Dr. Tim Weirich am Dienstagabend im Besigheimer Gemeinderatsausschuss für Umwelt und Technik. Bislang nutzen Autos, Busse und Lastwagen noch die halbseitig gesperrte alte Enzbrücke, die nur wenige Meter neben dem Neubau verläuft. Doch das Ende des maroden Bauwerks ist absehbar: Ist die neue Brücke fertig, wird die alte abgerissen. Ende des Jahres soll der Rückbau abgeschlossen sein.

Verkehr wird wieder über Ottmarsheimer Höhe geleitet

Jetzt allerdings stehen erst einmal abschließende Arbeiten auf und an der neuen Brücke an: Abdichtungen, Geländerbau und Kanalarbeiten beispielsweise. Auch das Stahlgerüst wird abgebaut, der Straßenbelag aufgebracht sowie Strom- und Telefonleitungen von der alten in die neue, 92 Meter lange, kurvenförmige Brücke verlegt. Das funktioniert nur, wenn der B27-Abschnitt voll gesperrt wird. Und dafür hat sich das Regierungspräsidium wieder die Sommerferien ausgesucht.

Bereits im vergangenen Jahr wurde der Verkehr wegen Bohr- und Widerlagerarbeiten im Sommer über die Ottmarsheimer Höhe (Landesstraße1115 und Kreisstraße1625) umgeleitet. Die Autos wurden also über die Kirchheimer Neckarbrücke gelotst. Die dafür zwischen Gemmrigheim und Kirchheim aufgestellte provisorische Ampelanlage hatte in der Anfangszeit vor allem in Kirchheim für ein Verkehrschaos gesorgt, dann wurde nachjustiert. Jetzt also wieder eine mehrwöchige Umleitung – los geht es an diesem Montag, 25. Juli.

Hinweise an der Autobahn

Wie Weirich sagte, solle bereits auf der Autobahn darauf hingewiesen werden, dass diejenigen, die auf der B27 nach Norden, Richtung Kirchheim und Lauffen, fahren möchten, die A81-Abfahrt Mundelsheim nehmen sollen. So soll der Verkehr weiträumig umgeleitet werden. Die Vollsperrung bleibt voraussichtlich bis Anfang September bestehen.

Radwegunterführung soll im Frühjahr 2023 gebaut werden

Von der Sperrung abermals ausgenommen ist der gut genutzte Geh- und Radweg an der Enzbrücke. In den kommenden Wochen wird auf der neuen Brücke eine Fußgängerbedarfsampel installiert – so eine gibt es bereits auf der alten Brücke, damit Radler und Fußgänger die Bundesstraße gefahrlos queren können, um auf dem Radweg weiterzufahren. Wirklich zufrieden waren sie in Walheim und Besigheim mit der Ampellösung all die Jahre allerdings nicht. Dementsprechend haben sie lautstark und lange dafür gekämpft, dass es bei der neuen Brücke eine Radwegunterführung geben soll. Letztlich mit Erfolg. „Das wird im Frühjahr 2023 angegangen“, sagte Weirich. Früher sei das nicht möglich, denn die Unterführung verlaufe auch dort, wo aktuell ein Widerlager der alten Brücke stehe. „Das muss zuerst abgebrochen werden.“ Was die Dauer bis zur Fertigstellung betrifft, so sei man noch in der Abstimmung – „ich vermute, dass wir ein halbes Jahr Bauzeit haben“.

Ampel auf der Brücke bleibt

Ulrich Gerstetter (Fraktionsbündnis/CDU) wollte wissen, ob die Ampel auf der Brücke wieder abgebaut wird, wenn die Unterführung fertig ist. Das verneinte Tim Weirich mit Verweis auf das Hochwassergebiet. Es könnte schließlich sein, dass die Unterführung mal gesperrt werden muss, wenn die Enz zu viel Wasser führt.