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Bürgermeister verurteilt Angriff auf Lkw-Fahrer in Erdmannhausen

Kohler: „Das ist völlig inakzeptabel“ – Vorfall ereignete sich wohl an der Baustelle der Seniorenresidenz

Mit mehreren Streifen musste die Polizei in Kirchheim eingreifen. Foto: Archiv
Mit mehreren Streifen musste die Polizei in Kirchheim eingreifen. Foto: Archiv

Erdmannhausen. Ein 45-jähriger Lastwagenfahrer wird bei der Anlieferung von Kabeln in der Bahnhofstraße von zwei Anwohnern bedrängt und geschlagen . Schließlich wird auch noch sein Fahrzeug zerkratzt. Nach dem Vorfall am Montag (wir berichteten) ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung gegen die beiden Männer .

In den sozialen Netzwerken schlug diese Polizeimeldung hohe Wellen. „Hoffentlich bekommen die beiden eine harte Strafe, so etwas geht gar nicht“, schreibt eine Userin auf der Facebook-Seite unserer Zeitung. „Was ist mit den Leuten nur los, einfach unfassbar“, meint eine andere. Und einer konstatiert frei nach Obelix: „Die spinnen, die ...“.

„Ständiger Zankapfel im Ort“

Allgemein wird Solidarität mit dem Lkw-Fahrer geübt, der nur die Ware abliefern wollte. Ein User gibt aber zu bedenken, dass die Bahnhofstraße wegen des hohen Lkw-Aufkommens ein ständiger Zankapfel im Ort sei und er kritisiert, dass Forderungen der Bürger nach Einrichtung einer Tempo 30-Zone samt Lkw-Fahrverbot nicht gehört würden. „Ich bin mal gespannt, wie das wird, wenn das neue Seniorenzentrum fertig ist“, so der User weiter.

Wie Recherchen unserer Zeitung ergaben, ereignete sich besagter Vorfall mit dem Lkw-Fahrer an der Baustelle der neuen Seniorenresidenz in der Bahnhofstraße, wo der Orpea-Konzern ein Haus für 120 Bewohner errichtet. Anwohner berichten, dass dort am Montagmorgen Polizeiautos standen. Sind nun wegen der Einschränkungen durch die Baustelle bei zwei Anwohnern die Nerven durchgegangen? Bürgermeister Marcus Kohler verurteilt deren aggressives Verhalten jedenfalls aufs Schärfste.

„Das ist in der vorgefallenen Form völlig inakzeptabel und überschreitet alles bisher Dagewesene an Konflikten“, macht der Bürgermeister deutlich. Als absolut lobenswert bezeichnet er, dass Kollegen des Fahrers herbeigeeilt waren und die Polizei gerufen haben. „Wir sind froh, dass Beamte des Polizeireviers Marbach schnell eingegriffen haben und so eine rasche Deeskalation möglich war“, betont Kohler auf Anfrage unserer Zeitung.

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