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Bauarbeiten

Chaos durch Straßensperrung

Seit Anfang der Woche ist die Freudentaler Ortsdurchfahrt auf einem Teilstück gesperrt. Zwar gilt eine weiträumige Umleitung, doch viele Autofahrer halten sich nicht daran und schlängeln sich durch die enge Ortsmitte. Das ist nicht nur für die Anwohner eine große Belastung. Vor allem Lastwagen sorgen für ein Verkehrschaos. Die Gemeinde versucht nun gegenzusteuern.

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Der innerörtliche Verkehr wird über die Haupt- und die Schlossstraße umgeleitet. Doch auch Autofahrer von auswärts nutzen die Strecke, um die weiträumigen Umleitungen zu meiden.
Der innerörtliche Verkehr wird über die Haupt- und die Schlossstraße umgeleitet. Doch auch Autofahrer von auswärts nutzen die Strecke, um die weiträumigen Umleitungen zu meiden.

Freudental. Bürgermeister Alexander Fleig hatte es schon befürchtet: Wenn die Freudentaler Ortsdurchfahrt gesperrt wird, komme es vermutlich vor allem in den ersten Tagen zu einem Verkehrschaos im Ort. Und er sollte recht behalten. Seit Anfang der Woche ist die Landesstraße 1106 (Bietigheimer Straße) nun zu. Sie führt südwestlich am Schloss vorbei. Hier fährt normalerweise entlang, wer aus Richtung Bietigheim nach Hohenhaslach oder Pforzheim möchte. Zwar sind für den überörtlichen Verkehr weiträumige Umleitungen eingerichtet, doch wer sich auskennt, fährt lieber durch die Freudentaler Ortsmitte anstatt außen herum. Leidtragende sind vor allem die Anwohner der Schloss- und der Hauptstraße, aber auch der Pforzheimer Straße. Hier hat der Verkehr deutlich zugenommen.

„Schilder werden nicht gelesen oder ignoriert.“

Alexander Fleig
Bürgermeister

Hintergrund der Sperrung – die kurz nach dem Abzweig vom Königsträßle beginnt und bis zur Einfahrt Alleenstraße geht – sind die Arbeiten am neuen Kreisverkehr, der am Knotenpunkt Landesstraße/Königsträßle entsteht, sowie das neue Baugebiet Alleenfeld, das angrenzend erschlossen wird. In diesem Zuge wird die Bietigheimer Straße außerdem saniert (wir berichteten mehrfach).

Probleme bereitet laut Fleig vor allem der Lkw-Verkehr, der aus Richtung Hohenhaslach kommt. „Schilder werden nicht gelesen oder ignoriert“, beklagt der Schultes. Die 40-Tonner würden bis an die Baustelle fahren und dann feststellen, dass sie nicht weiterkommen. Die Lastwagenfahrer müssten also mitten auf der Pforzheimer Straße wenden, was zu längeren Staus und Chaos führe. Die Gemeinde hat nun gegengesteuert und weitere Absperrungen und Hinweisschilder aufgestellt. „Keine Wendemöglichkeit für Lastwagen in der Ortsmitte“ ist darauf unter anderem zu lesen. Das Landratsamt habe außerdem dafür gesorgt, dass die Sperrung und die Umleitung nun auch in den Navigationsgeräten angezeigt werden, erklärt Fleig im Gespräch mit unserer Zeitung. „Es ist wichtig, dass wir versuchen, den Schwerlastverkehr aus dem Ort rauszukriegen.“

Schwieriger dürfte das bei den Autofahrern werden, die sich Schleichwege durch Freudental suchen. Der innerörtliche Verkehr wird über die Schlossstraße/Hauptstraße/Pforzheimer Straße umgeleitet. Und das machen sich auch diejenigen zunutze, die die weiträumigen Umfahrungen umgehen wollen. Damit habe man leider rechnen müssen, sagt Fleig. Denn das Problem ist nicht neu.

Eigentlich sind Schloss- und Hauptstraße nur für Anlieger frei. Doch viele Autofahrer halten sich nicht daran und nutzen die Strecke als Abkürzung. Seit Jahren versuchen die Freudentaler deshalb, den Durchgangsverkehr aus der Ortsmitte zu verbannen, bisher allerdings ohne Erfolg. Nun ist die Strecke durch den Umleitungsverkehr noch einmal zusätzlich belastet. Eine schwierige Situation für die Anwohner. Und das wird auch noch einige Zeit so bleiben – zunächst bis Ende April, bis dahin dauern die Arbeiten an der Landesstraße. Von Mitte März an werde für die Bauarbeiten am Kreisverkehr zusätzlich noch das Königsträßle gesperrt. Im zweiten Halbjahr soll dann der zweite Abschnitt der Landesstraße saniert werden.

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