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Stadthalle

Dach der Stadthalle bereitet weiterhin Sorgen

Im Foyer und im Umkleidebereich muss für 150 000 Euro saniert werden – Regenwasser dringt durch poröse Lichtkuppeln ein

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Nach dem Hauptdach muss jetzt die Decke über Foyer und Umkleiden gerichtet werden. Archivfoto: Holm Wolschendorf

Freiberg. In der Freiberger Stadthalle macht immer noch das Dach Probleme. Nachdem es von Oktober bis Dezember 2016 für rund 150 000 Euro saniert wurde, ist es zwar dort dicht, wo Sport getrieben wird. Dafür wird es nach wie vor im Eingangsbereich und in den Umkleidekabinen nass. CDU-Stadtrat Stefan Goedeckemeyer hat dies zum Anlass genommen, in einer Gemeinderatssitzung der Verwaltung auf den Zahn zu fühlen.

„Es ist legitim, in die alte Stadthalle nicht mehr viel Geld zu investieren, zumal sie in ein paar Jahren abgerissen wird“, räumt Goedeckemeyer im Gespräch mit unserer Zeitung ein. Doch die neue Stadthalle wird erst gebaut, wenn die neue Oscar-Paret-Schule steht und das alte Schulgebäude abgerissen wurde. „Wir sprechen da von einem Zeitraum von fünf bis sechs Jahren“, gibt der Stadtrat zu bedenken. Bis dahin sollte es seiner Meinung nach möglich sein, den Sportbetrieb im Trockenen stattfinden zu lassen.

„Es war uns schon damals bewusst, dass auch der Bereich über dem Umkleidetrakt schadhaft ist“, erinnert sich Stefan Kegreiß, Erster Beigeordneter der Stadt Freiberg. Spätestens nachdem im Sommer 2016 bei starken Regenfällen an verschiedenen Stellen Wasser durch das Dach gedrungen war, habe die Verwaltung Handlungsbedarf gesehen und das Hallendach für 150 000 Euro abgedichtet. Wegen der Rutschgefahr hatte die Halle seinerzeit alle zwei Wochen gesperrt werden müssen.

Das Problem seien die Lichtkuppeln gewesen, die im Laufe der Jahre – die Stadthalle wurde 1978/79 gebaut – brüchig geworden sind. Auch die Übergänge zwischen Oberlichter und Dach seien schadhaft gewesen. Also wurden die Lichtkuppeln ausgebaut, die Flächen verschlossen und mit Trapezblechen abgedichtet. Nach dem Dach über der Sportfläche ist jetzt jenes über dem Foyer und dem Umkleidebereich dran. Auch dort sind die porösen und mehrfach geflickten Oberlichter das Problem. Nach provisorischen Abdichtungsmaßnahmen sei dort laut Stefan Kegreiß vorerst alles trocken. „Im Moment ist der Handlungsbedarf dort nicht akut, doch das kann morgen schon wieder ganz anders aussehen“, macht der Erste Beigeordnete deutlich, dass es hier jederzeit wieder tropfen kann. Da die Dachfläche in diesem Bereich ebenso groß ist wie das Haupthallendach, sei mit weiteren 150 000 Euro Kosten zu rechnen. Zum Jahresbeginn werde die Verwaltung das Thema auf die Tagesordnung des Gemeinderats setzen. Wenn die Räte dringenden Handlungsbedarf sehen, werde man die Sanierung zügig angehen, wenn nicht, könne man sie im Sommer erledigen. Dann werde die Stadt hoffentlich bis 2024 oder 2025 Ruhe haben. Anschließend ist geplant, die Halle abzureißen. „Hauptsache es hält bis dahin“, so Kegreiß. „Einen Schönheitspreis wollen wir nicht damit gewinnen.“