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Aktionstag

Denkmaltag auf digitalen Pfaden

Deutsche Stiftung Denkmalschutz präsentiert Veranstaltungen auf einer Homepage – Vereinzelt auch Aktionen vor Ort

Eine digitalte Führung gibt es durch die Markgröninger Altstadt – im Bild das Wimpelinhaus . Archivfoto: Alfred Drossel
Eine digitalte Führung gibt es durch die Markgröninger Altstadt – im Bild das Wimpelinhaus . Foto: Alfred Drossel

Kreis Ludwigsburg. Der morgige Tag des offenen Denkmals findet wegen der Coronapandemie überwiegend digital statt. So werde „das größte Kulturevent Deutschlands“ in infektionsgefährdeten Zeiten ganz neu auf den Weg gebracht, teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit, die den Tag seit 1993 bundesweit koordiniert. Der Aktionstag an jedem zweiten Sonntag im September verzeichnete zuletzt über drei Millionen Besucher in historischen Gebäuden.

Die digitalen Angebote 2020 werden auf einer Internetseite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zusammengefasst. Damit Interessierte so viele Angebote wie möglich nutzen können, bleiben die Web-Angebote bis zum 30. September auf der Seite verfügbar.

Neben den Onlineveranstaltungen werden aber auch einige Aktionen vor Ort organisiert. Diese werden allerdings nicht auf der Homepage der Stiftung gelistet. Folgende Veranstaltungen finden heute im Landkreis Ludwigsburg statt:

Besigheim: Stadtführerin Sabine Kufferath-Lampl widmet sich dem Thema „Besigheimer Denkmalchancen“. Ein Hörbeitrag mit Bildern über ein wiederentdecktes Kleinod am Rande der Altstadt. Heute ist es Bestandteil eines Wohnhauses, im Mittelalter war es eine Badestube. Auch wenn heute nur noch Teile der Stube erhalten sind, gewährt sie doch einen Blick in die Besigheimer Vergangenheit.

Großbottwar: Unter dem Titel „Martinskirche im Wandel der Zeit“ gibt es um 16.30 Uhr den Bildvortrag „Die Christianisierung im Bottwartal“ und die Rolle der Martins- und der Michaelskirche dabei. Ihm folgt das „musikalische Spektakulum“ mit Musik aus Mittelalter und Renaissance. Um 18.30 Uhr gibt es noch eine Führung durch die Martinskirche.

Großingersheim: Die Aussegnungshalle des Holderfriedhofs ist von 11 bis 16.30 Uhr geöffnet. Dort werden die vom Ludwigsburger Künstler Roland Wesner gestaltete Bleiverglasungen an Fenster und Türen vorgestellt.

Kornwestheim: Im Museum im Kleihues-Bau können zwischen 11 und 18Uhr die beiden aktuellen Ausstellungen „Josef Paul Kleihues – Geometrie und Poesie“ und „herman de vries – parts of a whole“ besichtigt werden. Zusätzlich wird eine anderthalbstündige Führung angeboten. Eine Anmeldung unter Telefon: (07154) 2027401 oder unter museen@kornwestheim.de ist notwendig.

Markgröningen: In Wort und Bild wird die Bartholomäuskirche präsentiert. Der Beitrag befasst sich mit der Geschichte und Bauphasen der Kirche. Dazu gibt es einen Rundgang und Video-Porträt der Kirche, das anlässlich des Tags des offenen Denkmals 2010 aufgenommen wurde.

Markgröningen: Einen digitalen Stadtrundgang gibt es durch die Altstadt. Das mittelalterliche Stadtbild hält zahlreiche historische und kunstgeschichtlich bedeutsame Bauten bereit.

Möglingen: Mit der Frage „Ist unsere Kirche nachhaltig?“ beschäftigt man sich in einem Web-Vortrag in der Pankratiuskirche. Die Dorfkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Möglingen: Zum Abschluss der Sommerkonzertreihe der evangelischen Kirchengemeine Möglingen findet in der Pankratiuskirche ein Konzert mit Orgel, Posaune und „Maultäschle“ statt. Beteiligt sind Möglinger Organisten und Christian Schaum mit der Posaune. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.

Ottmarsheim: In einem kurzen Videobeitrag wird das original erhaltene Burrle des Ottmarsheimer Rathauses vorgestellt. Gästeführerin Katrin Held führt den Zuhörer durch die Geschichte des Hauses.

Ottmarsheim: Gästeführerin Katrin Held führt einen auf den Turm der einstigen Wallfahrtskirche St. Peltin zur 2019 zu neuem Leben erweckten historischen Turmuhr. Danach wird die denkmalgeschützte Rokoko-Ausstattung von 1749 im Kirchenschiff gezeigt.

Sachsenheim: Der Beitrag führt einen durch das sanierte Sachsenheimer Wasserschloss. Erbaut 1544, wird es seit 1962 als Rathaus genutzt. Das Schloss wurde von 2016 bis 2020 umfassend saniert.

Info: Alle Onlineangebote gibt es unter www.tag-des-offenen-denkmals.de. Informationen zu den VorOrt-Veranstaltungen gibt es auf den den Internetseiten der jeweiligen Kommunen.

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