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Tourismus

Der Albverein sucht Wegepaten

Rund 350 Kilometer Wanderstrecken werden aktuell nicht betreut –Regelmäßige Pflege zum Erhalt erforderlich

der Gauwegmeister Rainer Czerny schneidet ein zugewachsenes Hinweisschild im Stromberg frei.Foto: Alfred Drossel
der Gauwegmeister Rainer Czerny schneidet ein zugewachsenes Hinweisschild im Stromberg frei. Foto: Alfred Drossel

Vaihingen. Im Bereich Stromberg/Enz und Neckartal im Stromberg-Gau des Schwäbischen Albvereins gibt es knapp 1000 Kilometer beschilderte Wanderwege. 350 Kilometer davon werden derzeit allerdings nicht betreut. „Deshalb suchen wir Wegepaten“, sagt der Gauwegmeister Rainer Czerny. Denn ohne regelmäßige Pflege verwilderten die Wege und seien langfristig nicht mehr begehbar, erklärt er. Außerdem würden Hinweisschilder zuwachsen. „Wir sind auf der Suche nach Ehrenamtlichen, die uns bei der Betreuung unserer Wanderwege unterstützen“, betont Czerny, der auch gestern wieder mit der Schere im Stromberg unterwegs.

Vor allem in den Bereichen Sachsenheim und Ludwigsburg bräuchte der Albverein dringend Unterstützung, berichtet der Gauwegmeister. „Wenn wir die Pflege auf viele Schultern verteilen, dann ist die Arbeit um vieles einfacher. Jeder, der auch nur ein paar Kilometer betreut, trägt dazu bei, unsere Wanderwege intakt zu halten“, sagt Czerny. Ziel sei, dass sich auch Ortsunkundige mit Hilfe der Wegmarkierungen ohne Probleme zurechtfinden.

Neben den Verbindungswegen mit dem roten oder blauen Strich, Kreuz oder Punkt durchqueren folgende Themen- und Weitwanderwege des Schwäbischen Albvereins dieses Gebiet: der Hauptwanderweg 10 (Pforzheim bis Lorch), der Neckarweg (von der Quelle bis zur Mündung) sowie der Württembergische Weinwanderweg (durch die Weinbauregionen Württembergs zwischen Tauber und Neckar).

Aufgabe der Wegepaten ist es, zweimal im Jahr die Markierungen auf ihren Streckenabschnitten zu überprüfen. Zum Beispiel müssten die Wegzeichen regelmäßig freigeschnitten und immer wieder erneuert werdensagt Czerny. Die Ehrenamtlichen können sich die Arbeit frei einteilen, je nach Zeit, Wetter, Lust und Laune. „Das Schöne daran ist, dass man bei der Wegepflege immer draußen in der Natur unterwegs ist“, fügt Wegereferentin Martina Steinmetz vom Hauptverein hinzu. Interessenten können sich jederzeit melden und werden dann von erfahrenen Wegewarten angeleitet. Zusätzlich bietet der Schwäbische Albverein mehrere eintägige Schulungen für Neueinsteiger an.

Derzeit umfasst das Wanderwegenetz des Schwäbischen Albvereins rund 20000 Kilometer markierter Wanderwege zwischen dem Taubertal und dem Bodensee. Neben dem Grundwegenetz, das alle sehenswerten Gegenden für ein individuelles Wandern erschließt, bietet der Albverein zehn Hauptwanderwege, die das Vereinsgebiet von Nord nach Süd sowie von Ost nach West durchqueren und unterschiedlichste Landschaftsräume verbinden. Um die Wanderwege kümmern sich in Württemberg knapp 700 ehrenamtliche Wegewarte. „Ohne sie gäbe es kein so dichtes und gutes Netz an attraktiven Strecken“, betont Martina Steinmetz.

Info: Interessenten können sich bei der Hauptgeschäftsstelle in Stuttgart oder beim Gauwegemeister des Stromberg-Gaus und der Wegereferentin melden; und zwar unter der Telefonnummer (0711)2258513 (Martina Steinmetz), E-Mail :wegereferentin@schwaebischeralbverein.de sowie Gauwegmeister Rainer Czerny, Telefon (07145)4963, E-Mail: rainer.czerny@t-online.de

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