Logo

Remseck

Der Nord-Ost-Ring ist und bleibt ein Streitthema

Die Diskussion über den Nord-Ost-Ring reißt nicht ab. Hilft er, die Verkehrsprobleme in der Region Stuttgart zu lösen oder nicht? Die Meinungen gehen bekanntlich auseinander. Die Mehrheit des Remsecker Gemeinderats und auch OB Dirk Schönberger wünscht sich, dass die Straße zwischen Kornwestheim und Fellbach baldmöglichst gebaut wird. Im Nordosten von Stuttgart soll diese den Neckar queren und die Bundesstraße 27 mit der Bundesstraße 29 verbinden.

350_0900_16872_COKRCOKRStau_Remseck.jpg
Vom Nord-Ost-Ring versprechen sich auch hier viele eine Lösung der Verkehrsprobleme.Archivfoto: Theiss
Remseck. Erst vor Kurzem forderte die CDU-Regionalfraktion Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) – der von dem Projekt bekanntlich nichts hält – auf, die Trasse zu planen. „Das Ministerium muss seine Planungspflicht erfüllen“, so die Meinung des Fraktionsvorsitzenden Joachim Pfeiffer. Auf seine Äußerungen reagiert nun die Arge Nord-Ost. Das Bündnis von über 30 Organisationen, die sich gemeinsam gegen den geplanten Nord-Ost-Ring wehren, wirft Pfeiffer vor, er täusche die Öffentlichkeit, wenn er behaupte, der Nord-Ost-Ring würde den Stuttgarter Talkessel entlasten. Das belegten selbst die veröffentlichten Zahlen des Verbands Region Stuttgart (VRS).

Die Arge Nord-Ost fordert den Verkehrsminister Hermann deshalb auf, bei seiner „gut begründeten Ablehnung“ des Nord-Ost-Rings zu bleiben. Die im Auftrag des VRS tätigen Verkehrsgutachter hätten ausdrücklich darauf hingewiesen, dass neue Straßen mehr Verkehr erzeugen, heißt es in einer Pressemitteilung der Arge Nord-Ost. Der Nordostring sei in der Region Stuttgart die Maßnahme mit der höchsten prognostizierten Zunahme (plus 19 Prozent). Das Bündnis wirft dem VRS vor, diese Information wissentlich zu unterschlagen.