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Die Attraktivität des Ortskerns soll weiter gesteigert werden

Nachdem die zweite Ortskernsanierung in Benningen abgeschlossen ist, wagt sich die Gemeinde schon an Teil drei ran. Die Landsiedlung Baden-Württemberg wird dazu jetzt ein Entwicklungskonzept für die gesamte Kommune erarbeiten.

Das Be Carré in der Ludwigsburger Straße ist ein Teil der Projekte des Sanierungsgebiets Ortskern II. Foto: Holm Wolschendorf
Das Be Carré in der Ludwigsburger Straße ist ein Teil der Projekte des Sanierungsgebiets Ortskern II. Foto: Holm Wolschendorf

Benningen. Seit 1982 setzt sich die Gemeinde Benningen im Zuge der Städtebauförderung Baden-Württemberg für den Erhalt und die Verbesserung ihrer Infrastruktur und ihres Ortsbilds ein. Das erste Sanierungsgebiet wurde bis 2002 abgewickelt, zwei Jahre später ging es nach dem Erhalt des Zuschussbescheids mit dem Sanierungsgebiet Ortskern II weiter. Seit 2004 wurden in Benningen bei einem Förderrahmen von knapp 8,33 Millionen Euro Finanzhilfen von rund fünf Millionen Euro gewährt.

Wolfgang Mielitz von der Landsiedlung Baden-Württemberg erinnerte die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung an die verschiedenen Maßnahmen. Dazu gehören neben modernisierten und neu gebauten Wohnhäusern auch die Neuordnung des sogenannten Hotel-Areals und die Neugestaltung von Straßen wie Gartenstraße, Bahnhofstraße, Mörikestraße, Kastellstraße und Marsstraße. Ein Meilenstein ist auch die Neubebauung der Schlecker-Brache an der Ludwigsburger Straße, wo derzeit ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude mit Arztpraxis entsteht. Zur Entwicklung der Kastellstraße gehört auch die neue Aussegnungshalle. Der energetischen Sanierung des Rathauses im Zuge des Zukunftsinvestitionsprogramms des Bundes folgte die Modernisierung mit barrierefreier Erschließung und der neuen Organisation der Raumnutzungen.

Mielitz erinnerte daran, dass während der gesamten Laufzeit der Sanierung die Bürger am Planungsprozess beteiligt wurden. Dass sich die Gemeinde an allen bislang fünf Tagen der Städtebauförderung beteiligt hat, um den Bürgern die Ziele und Erfolge der Ortskernsanierung näherzubringen, sei „rekordverdächtig und keine Selbstverständlichkeit“.

Matthias George von der Landsiedlung blickte in die Zukunft und skizzierte grob Perspektiven für weitere Sanierungsmaßnahmen. Benningen sei im Wesentlichen durch die Bereiche Hauptstraße und Wohnsiedlung geprägt. Beide Elemente bedürfen laut George eines Zusammenspiels. „Die Konzeptmaßnahmen sollen die Elemente separat und im Zusammenwirken unterstützen und aufwerten“, sagte der Planer. Ganz oben auf der Liste stehen der Kelterplatz und das Ufer des direkt daran vorbeifließenden Neckars. Gebäudemodernisierungen in verschiedenen Bereichen werden auch bei der Ortskernsanierung III eine wesentliche Rolle spielen; ebenso die Gestaltung der Ludwigsburger Straße und der Kreuzung mit der Beihinger Straße. Als weitere Sanierungsmaßnahme sieht George auch die Gestaltung der Bahnhofsunterführung.

„Es war eine tolle Leistung, die hier erbracht wurde“, sagte Gemeinderat Thomas Waldvogel (Freie Wähler) hinsichtlich des Sanierungsgebiets Ortskern II. Als einen wichtigen Punkt erachte er die Neugestaltung des Neckarufers. Auch Manfred Meister (SPD) bezeichnete die abgeschlossene Sanierung als „eine tolle Sache“. Insbesondere hinsichtlich der Entwicklung der Ludwigsburger Straße sei es wichtig, jetzt weiterzumachen und in die Vorbereitung der nächsten Sanierung einzusteigen.

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