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Durch Tamm nun auch per E-Scooter

Am Bahnhof und auf der Hohenstange sind zusammen 25 elektrische Roller stationiert

Start zur neuen Mobilität am Wasserturm: Bürgermeister Martin Bernhard ist mit einem der neuen Scooter unterwegs. Foto: Alfred Drossel
Start zur neuen Mobilität am Wasserturm: Bürgermeister Martin Bernhard ist mit einem der neuen Scooter unterwegs. Foto: Alfred Drossel

Tamm. Bürgermeister Martin Bernhard flitzte zum Start schon einmal auf einem E-Scooter durch die Hohenstange – nun können es ihm die Bürger und Besucher von Tamm gleich tun. Denn die Kommune ist nach Ludwigsburg die zweite im Landkreis, die das Angebot eines E-Scooter-Anbieters nutzt.

Bis vor Kurzem prägten sie nur das Straßenbild der Großstädte – die E-Scooter. Von den einen geliebt, von anderen gehasst: Im Sommer 2019 schnurrten die in China produzierten Elektroroller durch die städtischen Straßen. Jetzt kommen sie auch in kleinere Kommunen.

„Mit den E-Scootern können wir in Tamm einen weiteren Schritt zur nachhaltigen Mobilität gehen und interessierten Bürgern ein Angebot machen“, erklärt Bürgermeister Martin Bernhard. Damit werde die Mobilität in der Gemeinde noch vielfältiger, sagt er und verweist auch darauf, dass in Tamm jetzt ein 3,8 Kilometer langer Radweg von der Schiller- bis zur Frankfurter Straße gebaut wird. Bernhard zeigt sich zuversichtlich, dass das Modellprojekt angenommen werde. Gleichzeitig appelliert er an die Fahrer, rücksichtsvoll und umsichtig damit umzugehen.

Von den 25 Rollern werden zu Beginn des Tages immer zehn am Bahnhof und zehn am Wasserturm Hohenstange stehen. Die restlichen Roller sind flexibel positioniert. Bei der Nutzung müssen eine Freischaltungsgebühr und eine Minutenpauschale von 19 Cent bezahlt werden. Die Ausleihe der Roller erfolgt durch das Sharingsystem von Zeus Scooters. Der Ausleiher verpflichtet sich, Regelungen einzuhalten, die ein geordnetes Gemeindebild und die Verkehrssicherheit gewährleisten, betont Nicolas Seifert von Zeus Scooter.

E-Tretroller dürfen nicht schneller als 20 Stundenkilometer fahren. Die sogenannte Nenndauerleistung ist auf 500 Watt oder 1400 Watt beschränkt. Alle E-Scooter müssen auf Radwegen oder Straßen fahren, Bürgersteige sind tabu. Wer trotzdem auf dem Gehweg fährt, riskiert ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg.

Neben dem Angebot von 300 E-Scootern in Ludwigsburg und den 25 Rollern in Tamm plant auch die Stadt Asperg, ein solches Angebot für ihre Bürger zu machen.

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