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jahreswechsel

Eher ruhige Nacht für Feuerwehren

Feuerwerkskörper lösen zwei Dutzend Einsätze aus – Garagenbrand in Oberstenfeld vermutlich durch fehlgeleitete Rakete

Raketen um Mitternacht ..... Foto: Andreas Becker
Raketen um Mitternacht ..... Foto: Andreas Becker

kreis ludwigsburg. Der Jahreswechsel verlief im Landkreis Ludwigsburg aus Sicht von Polizei und Feuerwehr „eher ruhig“, dennoch hatten Rettungs- und Ordnungskräfte zu tun, wie die Bilanz der Integrierten Leitstelle (ILS) mit 236 Telefonaten deutlich macht. Es wurde im Landkreis um Mitternacht wieder geballert wie verrückt. Später zog Nebel übers Land, der sich am Neujahrstag in einigen Bereichen recht zäh hielt.

Feuerwerkskörper haben im Landkreis zwei Dutzend Feuerwehreinsätze ausgelöst. Gebrannt haben Hecken, Mülleimer und ein Altkleidercontainer. In Oberriexingen traf es Unrat in einem Abwasserschacht. Der erste größere Brand wurde in Oberstenfeld offensichtlich von einer Rakete ausgelöst worden. Gegen 2 Uhr kam es, vermutlich durch eine fehlgeleitete Rakete, so die Polizei, zum Brand. Zunächst hatte ein Holzstapel Feuer gefangen, der sich unter einem Carport befand. Die Flammen griffen auf die nebenstehende Garageüber. Die Feuerwehr Oberstenfeld rückte mit sechs Fahrzeugen und 38 Kräften an. Vier Trupps unter Atemschutz konnten ein Übergreifen auf das Wohnhaus verhindern. Nach Polizeiangaben ist ein Schaden von 50.000 Euro entstanden. Die Feuerwehr meldet, dass die Gebäude geräumt und ein Hund gerettet wurde.

110 Notrufe eingegangen

Die Marbacher Wehr war zur Überlandhilfe mit der Drehleiter in Kirchberg im Einsatz. Achtmal rückten Wehren wegen ausgelöster Brandmeldeanlagen umsonst aus. Einmal mussten die Feuerwehrleute eine Haustür öffnen. Die Integrierte Leitstelle hat in der Silvesternacht insgesamt 110 Notrufe erhalten. Feuerwehr, Rettungsdienst und Krankentransportfahrzeuge hatten 120 Einsätze. Sie wurden dreimal gerufen, weil sich Personen durch Feuerwerkskörper verletzt hatten. Die anderen Einsätze waren dem übermäßigen Genuss von Alkohol und Drogen geschuldet. Nach Angaben von Kreisbrandmeister Andy Dorroch wurde in der Silvesternacht zwar ein erhöhtes Notruf- und Einsatzaufkommen registriert, alles sei aber problemlos abgelaufen. Polizeistreifen mussten in der Silvesternacht außerdem zu rund 40 Streitigkeiten und Körperverletzungen sowie zu 20 Ruhestörungen ausrücken. „Größere Einsatzmaßnahmen waren dabei nicht nötig“, sagte ein Polizeisprecher.

Jugend beteiligt sich an Reinigung

Dichter Nebel lag am Neujahrsmorgen über dem Landkreis. Trotzdem hat in Bietigheim wieder die Jugend der Ahmadiyya Gemeinde den Mitarbeitern der Stadtreinigung beim Saubermachen der Straßen und Plätze geholfen. Seit Jahren engagieren sich etwa 20 Jugendliche, um die Hinterlassenschaft der Silvesternacht zu beseitigen.

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