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Auszeichnung
Ehrennadel für Helmut Geyer

Große Freude auf beiden Seiten: Bürgermeister Günther Pilz (links) überreicht Helmut Geyer die Auszeichnung. Foto: Alfred Drossel
Große Freude auf beiden Seiten: Bürgermeister Günther Pilz (links) überreicht Helmut Geyer die Auszeichnung. Foto: Alfred Drossel
Insgesamt 40 Jahre war Helmut Geyer ehrenamtlich im Schiedsrichterwesen tätig. Dafür wurde er jetzt mit der Ehrennadel des Landes ausgezeichnet.

HESSIGHEIM. Helmut Geyer war ahnungslos, als ihn seine Frau Monika am späten Donnerstagnachmittag unter einem Vorwand zu der Überraschungsparty im Gässles-Stüble geleitete. Dort erwarteten ihn bereits Bürgermeister Günther Pilz, der Grünen-Landtagsabgeordnete Tayfun Tok, Familienmitglieder und langjährige Weggefährten aus dem Schiedsrichterwesen.

„40 Jahre Funktionär im Schiedsrichterwesen – das ist ein Wort“, zollte der Bürgermeister dem Geehrten Respekt. Bereits 1979 habe Geyer seine Funktionärstätigkeit als Beisitzer gestartet. Angefangen im Kreis, später im Bezirk, dann im Landesverband und zuletzt im DFB habe er sich im Ausschuss engagiert. „Als aktiver Schiedsrichter pfiffen Sie bis zur Oberliga und assistierten Eugen Strigel in der Bundesliga“, nannte Pilz einige Stationen des herausragenden Engagements. Geyer habe Impulse gesetzt, die etwas bewegten, und Ideen vorangetrieben. „Ihr Engagement sowie ihre Motivation, Verantwortung über eine so lange Zeit voller Freude zu übernehmen, sind beeindruckend“, war Pilz voll des Lobes. Für seine Tätigkeiten habe Geyer bereits Schiedsrichterehrungen, Verbandsnadeln und die Verdienstnadel des DFB erhalten.

Der Schultes drückte seine große Freude aus, Helmut Geyer jetzt die Ehrennadel des Landes im Auftrag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann übergeben zu dürfen. Für die Zukunft wünschte er ihm vor allem viel Freude an seinem neuen Hobby, dem Radfahren. Strahlend nahm Geyer Nadel und Urkunde entgegen.

Werner Stegmaier, der die Ehrung angeregt und die Feierlichkeit organisiert hatte, erzählte vom Einstieg ins Schiedsrichterwesen. „Helmut und ich haben 1976 die Prüfung gemacht. Der erste Obmann war Hans-Uli Karr aus Bietigheim, der viel dazu beigetragen hat, dass wir so viel Freude am Schiedsrichteramt hatten“, freuten sich Stegmaier und Geyer sehr, dass dieser langjährige Weggefährte ebenfalls an der Ehrung teilnahm.

Helmut Geyer dankte für die Ehrung und die gelungene Überraschung. 40 Jahre Ehrenamt sei tatsächlich eine lange Zeit. „Aber es war mir nie Last, sondern hat mir immer Freude gemacht“, kann er zufrieden zurückblicken auf das, was er im Laufe der Jahrzehnte geleistet hat. Seine Ausbildung zum Schiedsrichter habe er noch mit Schiefertafel und Lederball absolviert. „Aus heutiger Sicht ist das vorsintflutlich“, bemerkte Geyer, der zuletzt Schiedsrichterobmann beim Süddeutschen Fußball-Verband und damit einer der wichtigsten Männer im deutschen Schiedsrichterwesen war.

An jeden seiner Gäste und Weggefährten, unter anderem die Schiedsrichterprofis Marco Fritz oder Florian Steinberg, richtete er ein paar persönliche Worte. Geyer dankte auch seiner Frau für die langjährige Begleitung und ihr Verständnis, obwohl sie selbst kein Interesse an Fußball habe.