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DLW-Areal

Ein neues Gewerbegebiet an der Geisinger Straße

Es hat die Größe von zehn Hektar und ist eigentlich schon lange Industriegebiet. Doch inzwischen hat die DLW das Gelände verkauft und der neue Eigentümer hat eigene Pläne. Dafür wurde jetzt ein neuer Bebauungsplan auf den Weg gebracht.

Auf dem alten DLW-Areal, jenseits des Bahndamms, soll ein neues Gewerbegebiet entstehen.Foto: Alfred Drossel
Auf dem alten DLW-Areal, jenseits des Bahndamms, soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Foto: Alfred Drossel

Bietigheim-Bissingen. Bietigheim-Bissingen ist auf eigener Gemarkung mit neuen Gewerbeflächen sehr schlecht aufgestellt. Die meisten Flächen liegen außerhalb in Ingersheim, Tamm oder Sachsenheim. Jetzt bekommt die Stadt nochmals die Chance, eine Fläche von fast zehn Hektar auf den Weg zu bringen.

In der Sitzung am Dienstagabend beschloss der Gemeinderat ohne Gegenstimme einen neuen Bebauungsplan für das frühere DLW-Gelände zwischen Geisinger-Straße und Bahndamm. Hier soll in Zukunft ein Gebiet mit Gewerbe und Dienstleistungen entstehen. Die Stadt möchte das Areal, gemeinsam mit dem neuen Eigentümer, der Projekt Seeweisen GmbH, neu entwickeln. Das bedeutet, dass möglichst wenig Verkehr an dieser Stelle entstehen soll. Dazu werden beispielsweise Speditionen ausgeschlossen und Geschäfts- sowie Verwaltungsgebäude ausschließlich entlang der Geisinger Straße angesiedelt.

Die Erschließung soll ebenfalls über die Geisinger Straße erfolgen. Eine neue Straße geht von hier direkt zum Bahndurchlass. Im nordöstlichen Bereich sollen durch den geplanten Abbruch der großen Gewerbehallen neuen Flächen entstehen, die anschließend dann wieder bebaut werden können.

Als Besonderheit soll an der Spitze, in Richtung Bundesstraße 27, eine Energiezentrale eingerichtet werden. Damit können das gesamte Gebiet und auch das geplante Bogenviertel, auf der anderen Seite des Bahndamms, versorgt werden. Als Betreiber sind die Stadtwerke bisher vorgesehen.

Als Nächstes werden Gespräche mit den Eigentümern über den vorgesehenen Bebauungsplan geführt. Gleichzeitig sollen verschiedene Behörden in das Verfahren eingebunden werden. Mit dem großen Areal, an dem die Stadt nicht beteiligt ist, hatte die Verwaltung schon mal zu tun. Ein Streit ging bis vor den Verwaltungsgerichtshof in Mannheim. Die Firma Big Park wollte auf ihren Flächen großflächigen Einzelhandel ansiedeln. Dies war aber nach dem städtischen Konzept nicht möglich, in dem festgelegt worden ist, dass lediglich in der Bietigheimer Altstadt, im Buchzentrum und in der Bissinger Ortsmitte Einzelhandel zulässig ist. So sahen das auch die Verwaltungsrichter.

„Mit der Energiezentrale ergibt sich ein guter Ansatz, auch für das Bogenviertel. Problematisch sehe ich die beiden Bahnstrecken. Außerdem müssen die Radwege neu geordnet werden“, sagte SPD-Rat Werner Kiemle. Auch sein CDU-Kollege Marcus List äußerte sich sehr positiv über das Projekt: „Das ist eine sinnvolle Neuordnung des Gebiets. Auch private Investoren können hier aktiv werden. Wichtig ist uns allerdings, dass der Bahndurchlass in Richtung Bogenviertel nicht beeinträchtigt wird.“

Und sein FDP-Kollege Götz Noller ging sogar noch einen Schritt weiter. Er will die Durchfahrt unter dem Bahndamm für Laster aufweiten.

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