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Schlossbergrunde in Ingersheim neu beschildert
Ein QR-Code führt zum heimischen Viertele

Eine Panoramatafel wurde an der Schlossbergrunde in Kleiningersheim aufgestellt. Foto: Alfred Drossel
Eine Panoramatafel wurde an der Schlossbergrunde in Kleiningersheim aufgestellt. Foto: Alfred Drossel
Die 5,8 Kilometer lange, oberhalb des Schlossberges von Kleiningersheim nach Großingersheim führende Rundweg hat eine informative Beschilderung bekommen: Mit Hilfe von QR-Codes können Wanderer jetzt für Weinproben Kontakt mit örtlichen Weinmachern aufnehmen

Ingersheim. Bei der Schlossbergrunde handelt es sich um den ersten Weinwanderweg des kommunalen Zusammenschlusses ILEK (Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept), dem Kirchheim, Gemmrigheim, Bönnigheim, Walheim, Mundelsheim, Hessigheim, Ingersheim, Freiberg und Benningen angehören und der das Ziel hat, den Steillagenweinbau an den Hängen im Neckartal zu unterstützen.

Infos zum Terrassenweinbau

Mit Unterstützung des im Landratsamt angesiedelten Vereins Regionalentwicklung Neckarschleife haben die in Ingersheim ansässigen Weingüter und Schnapsbrenner den Wanderweg professionell komplettiert. Für rund 20000 Euro wurden Infotafeln aufgestellt und eine Panoramatafel an der Schönblickschule mit Blick ins Neckartal montiert. Auf der Strecke finden sich rund 30 Tafeln, die über den Terrassenweinbau und damit über eine der bedeutendsten Kulturlandschaften Württembergs informieren.

Blick ins Neckartal

Rund 80 Prozent der Kosten habe der Verein Regionalentwicklung Neckarschleife finanziert, erklärt Stefanie Bartzsch vom Landratsamt. Engagiert haben sich die Weinmacher Frank Bento, die Weinbaubetriebe Csicsal, Fink, Bender, Velte und Balogh, sowie Obstbrenner Seitz und die Felsengartenkellerei. Bürgermeisterin Simone Lehnert hat das Projekt unterstützt.

Wer auf der Schlossbergrunde spazieren geht, erkundet die terrassierten Hänge des Schlossbergs in Kleiningersheim. Startpunkt ist an der Talstraße in Großingersheim. Von dort gelangt man unterhalb der Weinberge vorbei am MSC-Gelände, der Kleiningersheimer Mühle und der Anlegestelle der Neckarpersonenschifffahrt an den Wendepunkt oberhalb der Talhöfe.

Schließlich geht es den Berg hoch nach Kleiningersheim, wo sich unterhalb des Schönblicks – wie könnte es anders sein – eine schöne Aussicht bietet. Es lohnt sich ein Gang durch den Ort mit Georgskirche und Schloss. Auf dem sogenannten „Wengertsweg“ bekommt man einen weiteren Eindruck von der Weinbergnutzung, der abgerundet wird durch die Lagen des flurbereinigten „Wurmbergs“.

Über 178 Stufen hinauf zum Schloss

Dort befindet sich auch ein Platz mit den von der „Grünen Nachbarschaft“ gepflanzten Wildbienenbäumen und dem vom örtlichen BUND angelegten Steingarten, der als Kinder- und Jugendprojekt gepflegt wird. Schließlich geht es vorbei an Weinbergen und Streuobstwiesen zurück nach Großingersheim. Wer den Weg abkürzt, braucht Kondition: Nach der Mühle führt auch eine Treppe hinauf zum Kleiningersheimer Schloss. 178 Stufen müssen erklommen werden.