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TV-Kandidatin

Ein „schwäbisches Spätzle“ auf Abenteuerreise in Mexiko

Die Kuppelshow „Der Bachelor“ geht am heutigen Mittwoch in Runde vier – Als letzte TV-Kandidatin aus dem Ländle ist die Ditzingerin Vanessa Prinz noch dabei

Intensiver Blick vor traumhafter Kulisse: Die Ditzinger Accessoire-Designerin Vanessa Prinz trifft auf den Bachelor Andrej Mangold. Foto: MG RTL D
Intensiver Blick vor traumhafter Kulisse: Die Ditzinger Accessoire-Designerin Vanessa Prinz trifft auf den Bachelor Andrej Mangold. Foto: MG RTL D

Ditzingen/Los Cabos. Am Strand von Los Cabos in Mexiko ist die blaue Stunde angebrochen. Vanessa und Andrej haben es sich auf Kissen und mit Weißweingläsern in der Hand gemütlich gemacht. Sie schauen sich jetzt tief in die Augen, und der geübte Realityshow-Zuschauer spürt, was als Nächstes kommen muss: ein Kuss. Doch Andrej bricht ab, es ist ihm noch zu früh dafür. Mensch, Andrej.

Seit Jahresbeginn schickt RTL wieder jeden Mittwoch den „Bachelor“ auf Sendung. Die Idee der Kuppelshow: Ein smarter, muskulöser und blendend aussehender Mann wählt unter 20 jungen Frauen, die senderintern konsequent als Ladys auftreten, seine Herzdamen per Rosenzeremonie aus. Das Ganze passiert unter der Sonne Mexikos in und um ein prächtiges Haus mit Pool, das der Privatsender als „Ladysvilla“ bewirbt. In diesem Jahr heißt der Bachelor Andrej Mangold, ist 31 Jahre alt, kommt aus Hannover und war einmal Basketballprofi. Unter den 20 Ladys, die zum Start dabei sind: Vanessa Prinz, 26 Jahre alt, lange blonde, lockige Haare, ansteckendes Lachen, von Beruf Accessoire-Designerin und nach eigenen Angaben ein „schwäbisches Spätzle“, wohnhaft in Ditzingen.

Für Vanessa Prinz ist die Zeit mit dem Bachelor und ihren Nebenbuhlerinnen in Mexiko wahlweise ein Experiment oder ein Abenteuer. „Ich versuche, ich selbst zu sein“, sagt die Ditzingerin im Gespräch mit unserer Zeitung. Damit meint sie abenteuerlustig, kreativ, abwechslungsreich und offen. Dass die große Liebe und langfristige Beziehungen beim Bachelor eher die Ausnahme als die Regel sind, ist Prinz natürlich klar: „Bei vielen hat es nicht für die Ewigkeit gereicht. Ich halte es aber für möglich, dass sich Menschen in der Sendung verlieben.“ Sie erzählt von der urlaubsähnlichen Situation, in die RTL den Bachelor und die Kandidatinnen transportiere. Dazu kommen Kameras, die bei jeder auch noch so kleinen Zwischenmenschlichkeit draufhalten. „Das schweißt zusammen“, sagt Prinz.

RTL bescheinigt sie, für die Sendung Junggesellen auszuwählen, die „etwas auf dem Kasten haben“. Andrej Mangold attestiert die Ditzingerin „eine selbstbewusste, zielstrebige und direkte Art“. Sie lobt, dass er „Probleme offen anspricht, Gefühle zulässt und eine romantische Ader“ habe. Am Strand von Los Cabos entlassen Andrej und Vanessa in Folge drei zum Beispiel frisch geschlüpfte Babyschildkröten ins Meer. Vanessa scheint in diesem Moment ganz bei sich zu sein. „Das Witzige ist, ich wollte das schon immer mal machen“, sagt sie in die Kamera.

Die 26-Jährige hatte bisher nach eigenen Angaben zwei längere Beziehungen. Der Mann fürs Leben ist ihr in Ditzingen aber noch nicht über den Weg gelaufen. Prinzipiell ist sie davon überzeugt: „Es kann überall passieren. Man braucht allerdings auch Glück.“ Ihr Beziehungsstatus vor der Sendung lautete: natürlich Single. Und jetzt? Da schaltet sich die RTL-PR-Agentin in das Gespräch ein und macht deutlich, dass es auf diese Frage keine Antwort gebe.

Was kein Geheimnis ist: dass die aktuelle Staffel längst im Kasten ist. „Ich will jetzt raus in die weite Welt“, sagt Prinz, die bislang ihren Lebensmittelpunkt in Ditzingen hatte. Eine Festanstellung bei einem großen Modelabel soll für die Accessoire-Designerin herrausspringen. Die Disziplin hat sie nach dem Abitur am Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasium in Pforzheim studiert. Bisher gibt es schon Schmuck, Handtaschen oder Gürtel made by Vanessa Prinz.

Am heutigen Mittwoch, wenn RTL Folge vier zeigt, muss die Kandidatin stark sein. Der Sender hat bereits verraten, dass Andrej knutschen wird – aber nicht mit Vanessa, sondern mit Jennifer, der Sport- und Gesundheitsmanagerin aus Bremen, die bereits in den ersten Folgen sehr offensiv aufgetreten ist. Die Ditzingerin nimmt es sportlich. „Das gehört zu der Sendung dazu. Ich versuche, mich auf meine Stärken zu konzentrieren.“ Auf weitere Realityshows wie das Dschungelcamp, das derzeit ebenfalls (mit einer Ex-Bachelor-Kandidatin) läuft, habe sie derzeit keinen Appetit. Prinz betont aber auch: „Man sollte niemals nie sagen.“

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