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Neue Mitte

Ein Zentrum für die Identität

Es war ein historischer Moment für Remseck: Unter den Augen von zahlreichen Bürgern fand gestern Vormittag der Spatenstich für die Neue Mitte statt. Damit beginnt das größte Bauprojekt in der Geschichte der Stadt mit einem Volumen von rund 35 Millionen Euro.

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Verwaltungsspitze, Planer sowie Kommunal-, Kreis- und Landespolitiker beim symbolischen Spatenstich für die Neue Mitte. Foto: Holm Wolschendorf

Remseck. Am Hechtkopf im Stadtteil Neckarrems werden in den kommenden zwei Jahren ein neues Rathaus, eine Tiefgarage sowie eine Stadthalle mit einem Kubus errichtet, in dem eine Mediathek und Mehrzweckräume Platz finden. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen im benachbarten Gebiet Hofwiesen auf einem rund acht Hektar großen Gelände zwischen Remstal- und Fellbacher Straße Wohn- und Geschäftshäuser entstehen.

Oberbürgermeister Dirk Schönberger begrüßte zu dem Anlass neben CDU-Landtagsabgeordnetem Fabian Gramling und FDP-Kreisvorsitzender Stefanie Knecht auch seinen Vorgänger Alt-OB Karl-Heinz Schlumberger, der das Vorhaben während seiner Amtszeit stets forciert hatte. „Da wir an der Schnittstelle zwischen Stuttgart, Ludwigsburg und Waiblingen liegen, ist das kein lokales, sondern ein regionales Projekt“, sagte Schönberger. Am Zusammenfluss von Neckar und Rems entstehe ein identitätsstiftendes Zentrum, das der Gemeinderat einstimmig auf den Weg gebracht habe. „Es war ein wichtiges Signal an die Bürgerschaft, dass alle Räte dahinterstehen“, wandte sich der OB an die Besucher. Künftig gebe es mit dem Marktplatz vor dem Rathaus nicht nur in den Stadtteilen einen Platz für Feste. „Wir sind ein Remseck“, sagte er.

Bürgermeister Karl Velte lobte im Zusammenhang mit der Neuen Mitte „die großartige Vorarbeit“ von Alt-OB Schlumberger, aber auch den Einsatz der Rathauskollegen. Dieses umfangreiche Projekt mit „so wenig Personal“ auf die Beine zu stellen, bezeichnete er als „Riesenleistung“. In den kommenden zwei Jahren müssten die Remsecker mit noch mehr Behinderungen und Staus rechnen, doch dafür bekämen sie mit dem Rathaus und dem Marktplatz eine zentrale Anlaufstelle in der Stadt.

Remseck habe dasselbe Potenzial wie Koblenz mit seinem Deutschen Eck, wo die Mosel in den Rhein mündet, und die Drei-Flüsse-Stadt Passau, fand Uwe Hein von den HHL-Architekten Ludwigsburg. Mit der Neuen Mitte entstehe ein Rathaus mit Räumen für 150 Mitarbeiter, eine Stadthalle mit 580 Sitzplätzen sowie eine Tiefgarage mit 100 Stellplätzen. Die europaweite Ausschreibung für die Gebäude laufe derzeit. „Ich bin gespannt, wie sich der Bauboom in den Angeboten niederschlagen wird“, sagte Hein.