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Kriminalität

Einbrecher schlagen zu

Unbekannte Täter wüteten im Bad am Viadukt und beim Busunternehmen Spillmann – Hoher Schaden

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Hier haben die Täter vergeblich den Tresor gesucht und die Wand aufgeschlagen. Badegäste fanden dieses Schild am Eingang.Fotos: Alfred Drossel
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Bietigheim-Bissingen. Dass Einbrecher bei ihren Taten manchmal brachial vorgehen, ist nicht ungewöhnlich. Doch die Unbekannten, die in der Nacht zum Freitag unter anderem im Bad am Viadukt zugange waren, haben dabei auch noch einen ungewöhnlichen Körpereinsatz gezeigt. Sie müssen schwimmend ins Innere gelangt sein, vermutet die Polizei. Sie vermutet, dass dieselben Täter auch Spillmann in der Gustav-Rau-Straße im Buch heimgesucht hatten.

Zuerst brachen die Unbekannten in das Betriebsgebäude des Busunternehmens ein. Die Einbrecher durchsuchten das Erd- sowie das Obergeschoss. Dabei öffneten sie mehrere Tresore gewaltsam. Darüber hinaus hebelten sie rund 60 Schließfächer auf. Sie erbeuteten dabei vermutlich mehrere Tausend Euro, heißt es bei der Polizei. Danach gingen die Einbrecher wohl ins Bad am Viadukt – beziehungsweise: schwammen.

Im Außenbereich das Bades am Viadukt stiegen die Täter in das Außenbecken und gelangten so von dort über einen Verbindungskanal, den sie durchschwimmen mussten, in die Schwimmhalle. Zuvor hätten sie eine Türe aufbrechen müssen, stellt Bäderbetriebsleiter Thilo Dittmann fest.

Gegen Mitternacht hatten die Putzkräfte das Bad verlassen. Morgens um sechs Uhr kamen dann die ersten Beschäftigten. Sie hätten die Spuren der Einbrecher entdeckt und Alarm geschlagen, berichtet Dittmann.

Im Erd- und Obergeschoss des Bades hatten die unbekannten Täter eine Spur der Verwüstung hinterlassen und sechs Türen zu Lager-, Büro- und Personalräumen aufgebrochen. Um einen weiteren Lagerraum zu erreichen, schlugen sie sogar ein großes Loch in die Wand.

Offensichtlich hätten es die Einbrecher aufs Geld abgesehen. Fieberhaft müssen sie den Tresor gesucht haben. Schließlich fanden sie ihn und flexten ihn auf. Allerdings seien sie nicht ans Geld gekommen, das in einem unteren Fach gelegen habe, sagt Dittmann. Im Hallenbad machten sie somit keine Beute.

Allerdings beläuft sich der angerichtete Sachschaden auf wohl über 10 000 Euro. Die Höhe des Schadens, den sie bei Spillmann anrichteten, steht derzeit noch nicht fest.

Das Bad am Viadukt hatte gestern Morgen nicht geöffnet. Auf einem Plakat wurden die Badegäste – auch Schüler kommen eigentlich freitagvormittags, so Dittmann – auf den Einbruch hingewiesen. Nachdem die Spurensicherung der Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen hatte und die Räume wieder gereinigt waren, wurde das Bad am frühen Nachmittag für den Betrieb wieder geöffnet.

Info: Das Polizeirevier bittet Zeugen, sich unter (0 71 42) 405-0 dringend zu melden.