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Eine Corona-Infektion an der Landern-Schule

Die Landern-Grundschule in Markgröningen. Foto: Ramona Theiss
Die Landern-Grundschule in Markgröningen. Foto: Ramona Theiss

Markgröningen. In Markgröningen an der Landern-Grundschule ist es zu einem Corona-fall gekommen. Vor rund zwei Wochen hat sich ein Schüler infiziert. Daraufhin wurden die Lehrerinnen und die Klasse für 14 Tage in Quarantäne geschickt. Die Auszeit zu Hause haben die Beteiligten offensichtlich gut überstanden. Nach den zwei Wochen Isolation gab es keine weitere Infektion und auch die Lehrerinnen wurden nicht krank. Die Pädagogen sind bereits wieder an der Schule – und morgen sollen ihnen die Schüler folgen.

„Wir hatten einige heftige Elternreaktionen zu Beginn, doch inzwischen ist das verflogen. Sie reichten von großem Verständnis bis zur Frage, warum die Kinder schon wieder zu Hause sind“, sagt Schulleiter Harald Bartruff. An den Schulen herrscht noch bis zu den Sommerferien der sogenannte „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“. Das bedeutet, dass alle Schüler wieder an der Schule sind, doch sie kommen zu unterschiedlichen Zeiten zum Unterricht, und sie befinden sich auch zu unterschiedlichen Zeiten auf dem Pausenhof, um Kontaktmöglichkeiten möglichst zu verhindern.

Schulleiter sieht Druck auf die Politik

In diesem Coronafall habe sich die Schule bereits früh mit dem Gesundheitsamt ausgetauscht und einen gangbaren Weg entsprechend den Vorschriften gefunden. Andere Schüler waren nicht betroffen und mussten daher nicht zu Hause bleiben. Allerdings: Sollte eine weitere Infektion bekannt werden, müsste die gesamte Schule getestet werden. Außerdem wird in diesem Fall eine Schließung der gesamten Schule empfohlen. Dieses Kapitel scheint jetzt ausgestanden.

Der Schulleiter hätte sich von Beginn an eine andere Situation gewünscht: „Wie am Anfang, als immer nur die Hälfte der Schüler anwesend waren. Das hätte man auch bis zu den Sommerferien durchziehen können. Dann wäre mehr Schutz für das Schulpersonal gewesen. Da war wohl der Druck auf die Politik zu groß.“ Die Einrichtung hat aktuell 250 Schüler.

Auch an der Oscar-Paret-Schule in Freiberg gab es einen Coronafall. Dort verhielt man sich sehr ähnlich, wie in Markgröningen. Die Lehrer und die Klasse wurden für die Dauer von 14 Tagen ebenfalls nach Hause geschickt. Die Schüler sollen diese Woche wiederkommen, die Lehrer sind schon seit ein paar Tagen zurück. Die Schule hat 1400 Schüler. (fe)