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Es gibt schon fast 400 Anmeldungen für den Bottwartalmarathon

Bottwartalmarathon im Oktober soll auf Originalstrecke stattfinden – Läufer können sich bereits registrieren

Einen Massenstart wie 2019 wird es nicht geben. Die Läufer stellen sich breit gefächert an der Murrer Straße auf.Archivfoto: Holm Wolschendorf
Einen Massenstart wie 2019 wird es nicht geben. Die Läufer stellen sich breit gefächert an der Murrer Straße auf. Foto: Holm Wolschendorf

Steinheim. Die Hoffnung stirbt zuletzt: Noch ist der neue Chef-Organisator des Bottwartalmarathons zuversichtlich, dass die beliebte Laufveranstaltung am 16. und 17. Oktober stattfinden kann. Und mit ihm 375 Läufer, die sich bereits angemeldet haben. „Das ist sogar eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr“, berichtet Holger Bäßler stolz. 219 Menschen wollen den Halbmarathon laufen, 53 den Marathon und 28 den Ultra-Marathon, der Rest verteilt sich auf die übrigen Angebote wie den Zehn-Kilometer-Lauf.

Die Läufer mussten sich allerdings nicht verbindlich anmelden, es handelt sich lediglich um eine Registrierung. Sollte es Beschränkungen durch die Behörden wegen der Coronapandemie geben, wird nach Reihenfolge der Anmeldung entschieden. „Wir wissen ja nicht, ob wir überhaupt laufen dürfen und wenn, ob mit begrenzten Teilnehmerzahlen, wovon ich ausgehe“, so Bäßler. Somit gehen die Anmelder kein Risiko ein, die Startgebühr wird erst Anfang Oktober eingezogen, wenn sicher ist, ob etwas stattfindet.

Dieses Jahr werden die Läufer aber wohl zehn Euro mehr bezahlen müssen – zum einen werden die Startunterlagen höchstwahrscheinlich verschickt, um Menschenansammlung zu vermeiden, zum anderen rechnet Bäßler mit einem höhren Aufwand für Hygieneregeln oder Schnelltests.

Beim Landratsamt hat Bäßler vor kurzem die Originalstrecke zur Genehmigung eingereicht. Kleine Änderungen gibt es nur in Beilstein und eventuell in Steinheim, wenn die Sanierung der Brücke an der Brühlstraße noch nicht abgeschlossen sein sollte. Natürlich geht Bäßler verschiedene Möglichkeiten durch, wo eine Alternativstrecke verlaufen könnte oder ob man wenigstens den Profiläufern ein wie auch immer geartetes Angebot machen kann, wenn es zu einer Beschränkung kommt. Im vergangenen Jahr war über mehrere Läufe an einem Wochenende nachgedacht worden.

Auch ein virtuelles Angebot hat Bäßler im Kopf, ähnlich dem Trollinger-Marathon: Hier konnte man über eine App die Strecke virtuell laufen und bekam sogar Originalgeräusche der Strecke eingespielt wie zum Beispiel Laufmusik oder Anfeuerungen von Moderator Achim Seiter, der auch die Stimme des Bottwartalmarathons ist. Das sind aber bis jetzt nur Gedankenspiele.

Einen Lauf nur für Geimpfte anbieten will der 43-Jährige eigentlich nicht: „Ich möchte keine Zweiteilung haben, ich möchte jedem die Chance geben zu laufen. Aber das ist ein heißes Thema“, sagt er. Eine Absage des Marathons sei auf jeden Fall vier bis sechs Wochen vor der Veranstaltung noch möglich. Bis dahin käme man aus den Verträgen, etwa für die Dixie-Toiletten oder Absperrbänder.

Auch die Sanierung der Riedhalle stellt das Orgateam vor größere Herausforderungen: Im Moment arbeitet Bäßler mit seinem Team Möglichkeiten aus, wie das Drumherum in den Start- und Zielbereich am Steppi-Kreisel verlagert werden könnte. Die Gepäckaufbewahrung könnte auf einem Parkplatz am Bahnhöfle erfolgen, der Bustransfer der Halbmarathonis nach Gronau von der Murrer Straße aus. Die Blankensteinhalle kann genutzt werden, auch die Umkleiden am Stadion. Duschmöglichkeiten würden schwierig, „aber das steht ohnehin noch in den Sternen, ob das zulässig ist“.

Große Neuerungen soll es nicht geben, schließlich hat Bäßler erst vergangenes Jahr die Organisation von Gerhard Petermann übernommen, der 2020 nach neun Jahren das Zepter übergab. Das bisherige Orgateam hatte ihm die volle Unterstützung zugesagt, so dass er auf bewährte Helfer zurückgreifen kann, auch wenn sich die TSG Steinheim als ausrichtender Verein zurückgezogen hatte. Dafür ist der TGV Winzerhausen eingesprungen. Was die Helfer anbelangt – immerhin sind rund 600 Personen an den beiden Tagen im Einsatz – gebe es zwar keine negativen Rückmeldungen, aber bei einigen müsse man vielleicht die Motivation wieder wecken. „Ich bin zuversichtlich. Wir überlegen außerdem, wo wir den Bedarf noch etwas reduzieren können“, so Bäßler. Im Großen und Ganzen seien aber die veranstaltenden Vereine sehr interessiert, die Veranstaltung am Leben zu halten. Schließlich ist der Bottwartalmarathon mit rund 5000 Teilnehmern nach einer Internetumfrage der beliebteste Lauf in Baden-Württemberg und belegt deutschlandweit Platz acht.

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