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Kirbe

Es gibt viel zu sehen und zu bestaunen

Am Sonntag ging es in Asperg hoch her, die Stadt feierte ihre Kirbe mit verkaufsoffenem Sonntag, Krämer- und Flohmarkt sowie Ausstellungen.

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Auf dem Krämer- und Flohmarkt im Rahmen der Kirbe gab es das übliche Angebot.
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Die Hobbykünstler präsentierten ihre Waren.
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Einige Besucher nutzen die Möglichkeit, die verschiedenen Senf-Variationen direkt zu probieren. Fotos:Oliver Bürkle

ASPERG. Am Erntedanksonntag feiert Asperg traditionell Kirbe, und so strömten gestern bei schönstem Herbstwetter wieder Besuchermassen in die Stadt. Den Auftakt machte wie immer die Eröffnung der Fotoausstellung, die zum 19. Mal von den Film- und Fotofreunden der Blende 81 im Rathaus gezeigt wurde. So vielfältig wie die Fotografen selbst, sind auch ihre Arbeiten. Ob schwarz-weiß oder farbig, Selfies, Architekturfotografie oder Einblicke in fremde Welten, gemein ist allen Exponaten die hohe Qualität.

Anschließend sorgte die Jugendkapelle auf dem Marktplatz für Stimmung. Und dann startete auch schon der Kirbelauf, der zum 27. Mal stattfand und im Vorjahr von der Bahnhofstraße auf den Marktplatz verlegt worden war. Mittendrin im Geschehen konnten sich die Läufer über zahlreiche Zuschauer freuen, die sie anfeuerten. Erstmals gab es einen Lauf für drei- bis fünfjährige Kinder, die die Herzen des Publikums im Sturm eroberten. Hauptorganisator Fritz Loimayr von der Abteilung Leichtathletik des TSV Asperg freute sich, dass es für diesen Lauf auf Anhieb 19 Anmeldungen gab. Anschließend traten vier Mannschaften mit Schülern zum Staffellauf an, die wie der Blitz ums Rathaus rannten. Für alle Teilnehmer gab es Urkunden und Medaillen.

Als offizielle Vertreterin der Stadt fungierte an diesem Sonntag Gerlinde Bäßler, die ehrenamtliche Stellvertreterin des Noch-Bürgermeisters. Sie freute sich über die tolle Atmosphäre auf dem Marktplatz, zu der die Jugendkapelle ebenso wie die Läufer viel beitrugen. Auch sonst war sie mit der Kirbe und der guten Resonanz hochzufrieden. Sie bedauerte lediglich, dass das Unternehmernetzwerk Asperg sich aus der Veranstaltung zurückgezogen hat. Damit verpassten die Betriebe eine gute Gelegenheit, sich den Besuchern zu präsentieren.

An Bäßlers Seite war an diesem Tag der künftige Schultes der Stadt, Christian Eiberger, der sieben Tage zuvor die Wahl gewonnen hatte. Er schaute sich schon einmal alles ganz genau an, schließlich obliegen ihm im kommendem Jahr Eröffnung und Repräsentation.

Zur Kirbe gehört auch die Hobbykunstausstellung im Keltensaal. Von Drechselarbeiten über Schmuck bis hin zu Handarbeiten gab es ein breites Warenspektrum. Das gehäkelte Nilpferd traf auf die Bienenwachskerze in Rosenform oder die aus Tetrapacks gefertigte Einkaufstasche. Da gab es Traumschuhe in Miniformat, die sich manche Frau in Echtgröße wünschte. An einem Stand lockten glasierte Donuts und Muffins, die garantiert nicht dick machen, weil sie aus Ton sind.

Wer Lust auf echte Backwaren oder andere kulinarische Genüsse hatte, fand auf dem Kirbemarkt ein reichhaltiges Angebot. Mit kleinen Kostproben von Käse, Brotaufstrichen oder Wurst verführten einige Aussteller zum Kauf. Auch sonst gab es viel zu sehen und zu kaufen. Das Angebot reichte von Haushaltswaren bis Kleidung, von Spielzeug bis hin Trendartikeln. Noch mehr zu entdecken gab es auf dem Flohmarkt. Mittags öffneten die Geschäfte und sorgten für ein sonntägliches Einkaufsvergnügen. Beliebtes Ziel war auch der Rummelplatz, wo Karussells, Autoscooter und Bungeespringen lockten. Anschließend konnte noch dem Weinbaumuseum ein Besuch abgestattet und Rebensaft sowie Schmankerl aus der Wengerterküche genossen werden.