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Psychische Gesundheit

Experten beraten heute am Telefon

Welche Hilfen es gibt, nach psychischer Erkrankung wieder im Arbeitsleben Fuß zu fassen, wissen diese Fachleute

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Felix Weigend Telefon: (0 71 41) 130-327
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Armin Pflugfelder Telefon: (0 71 41) 130-325
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Dietrich Mehner Telefon: (0 71 41) 130-324
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Erhard Stahl Telefon: (0 71 41) 130-323
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Edeltraud Kunz Telefon: (0 71 41) 130-444

Wenn jemand ein Bein gebrochen hat, kann man das sehen. Wenn jemand eine Lebensmittelallergie hat, wird darüber gesprochen. Wenn jemand psychisch krank ist, ist das nicht sichtbar und wird ganz oft verschwiegen. Wir reden heute darüber! Bei unserer heutigen Telefonaktion von 15.30 bis 17.30 Uhr sitzen fünf Experten am Telefon, um mit unseren Lesern ins Gespräch zu kommen. Dabei geht es in erster Linie um die Themen Beschäftigung, Zuverdienst und Arbeit trotz psychischer Erkrankung, ebenso auch um Verdienstausgleich, Rentenfragen und Versicherungsthemen. Welches Anliegen auch immer Sie haben, nutzen Sie die Gelegenheit, und rufen Sie an.

Wer nach einer psychischen Erkrankung zurück an den Arbeitsplatz kehrt, tut sich oft nicht leicht. In vielen Fällen kann der alte Beruf nicht mehr oder nicht in vollem Umfang ausgeübt werden. Auch Arbeitgeber sind bisweilen unsicher, wie sie in solchen Fällen mit einem Mitarbeiter umgehen können und müssen. Deshalb richtet sich unsere Telefonaktion sowohl an Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber.

So unterschiedlich die jeweiligen Situationen sind, so individuell wollen unsere Experten Sie heute am LKZ-Telefon beraten. Sie können erste, hilfreiche Tipps geben und darüber hinausgehende Hilfeeinrichtungen empfehlen. Damit Sie wissen, mit wem Sie es heute am anderen Ende der Telefonleitung zu tun haben, stellen wir Ihnen die Experten vor:

Felix Weigend arbeitet beim psychosozialen Netzwerk Ludwigsburg in der Anlaufberatungs- und Vermittlungsstelle. Bei ihm sind Sie richtig, wenn Sie sich einen Erstkontakt suchen, wenn Sie nicht genau wissen, wo Sie welche Hilfen bekommen können. Ganz gleich, ob es um die Rückkehr in den alten Beruf geht, oder ob die Erkrankten gar nicht mehr im ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen können. „Wir finden für jeden den richtigen Ansprechpartner“, sagt Weigend.

Armin Pflugfelder vom sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises kennt sich mit behördlichen Anträgen aus, kann zu entsprechenden Hilfseinrichtungen und Selbsthilfegruppen weitervermitteln. „Die meisten Menschen kommen zu spät zur Behandlung“, so seine Beobachtung. Deshalb sind Sie gerade auch in Sachen Prävention sowie der Frage nach einer ersten Orientierung und Unterstützung nach einem Klinikaufenthalt bei ihm an der richtigen Stelle.

Dietrich Mehner arbeitet beim Integrationsfachdienst des Psychosozialen Netzwerks Ludwigsburg. Rufen Sie ihn an, wenn es darum geht, nach einer längeren Krankheitsphase in die Arbeitswelt zurückzukehren. Wie ist eine Reintegration möglich, welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es (auch für den Arbeitgeber), welche Rolle spielt die Krankenkasse? Auf diese und weitere Fragen weiß Dietrich Mehner Antworten.

Erhard Stahl von den Theo-Lorch-Werkstätten ist Ansprechpartner, wenn Menschen mit psychischer Erkrankung nicht mehr an ihren alten Arbeitsplatz zurück können. „Wir versuchen zu klären, wo für diese Menschen ein Ort ist, an dem Teilhabe am Arbeitsleben stattfinden kann.“ Hier geht es um individuelle, berufliche Bildung und berufliche Rehabilitation.

Edeltraud Kunz arbeitet bei der Gesellschaft für berufliche Bildung BBQ. Ihr Thema ist die berufliche Integration im Anschluss an eine medizinische Reha. „Ziel ist die Vermittlung in Arbeit“, sagt sie. Um das zu erreichen seien oftmals Fortbildungen, Weiterbildungen oder Umschulungen nötig. Da werden Praktika vermittelt und Arbeitsplätze so gestaltet, dass Teilhabe möglich ist. „Wir beraten auch Betriebe, was es für Unterstützungsmöglichkeiten für Arbeitgeber gibt. Da gibt es auch Leistungen, die man abrufen kann.“

Die Telefone sind heute von 15.30 bis 17.30 Uhr geschaltet. Alle Anrufe werden vertraulich behandelt.