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Verkehr
Extra Umleitung für Läden und Lokale in Gronau

Die ein Kilometer lange Ortsdurchfahrt in Gronau wird die nächsten Monate saniert. Foto: Holm Wolschendorf
Die ein Kilometer lange Ortsdurchfahrt in Gronau wird die nächsten Monate saniert. Foto: Holm Wolschendorf
Gronauer Ortsdurchfahrt wird saniert – Über die Sommermonate ist eine Umleitung im Ort nicht möglich – Fußgänger und Radfahrer frei

Oberstenfeld. Sie stammt aus den 70er oder 80er Jahren und hat damit weitaus länger durchgehalten als andere Landesstraßen, die im Durchschnitt nach 15 bis 20 Jahren saniert werden müssen: Gestern war der Spatenstich für die Sanierung der knapp ein Kilometer langen Gronauer Ortsdurchfahrt. Freude und Leid liegen dabei wie so häufig eng beieinander.

Eine Holperpiste in Teilbereichen der Straße mit Schlaglöchern und ausgebesserten Stellen, so beschreibt Bürgermeister Markus Kleemann die wichtigste Straße in Gronau. „Es hat schlimm ausgesehen.“ Deshalb sei er besonders froh, dass die Straße bei der letzten Bewertung des Landes in der Priorisierung nach vorne gerückt ist und außerdem auch noch komplett vom Kreisverkehr am Ortseingang bis zum Ortsschild in Richtung Prevorst saniert wird. „Beim Monitoring wurde sie als dringend sanierungsbedürftig eingestuft“, bestätigt Ulrich Höflacher vom Regierungspräsidium Stuttgart. Alle vier Jahre werden die Landesstraßen mit einem speziellen Fahrzeug abgefahren und dieses zeigt die Unebenheiten auf. Bei der letzten Befahrung schob sich die Gronauer Ortsdurchfahrt in der Priorisierung nach vorne. Die Straße wird komplett neu aufgebaut und bekommt zum Wohle der Anwohner einen lärmmindernden Belag.

In einem ähnlich schlechten Zustand ist die Wasserleitung, weshalb auch diese saniert wird, auch Hausanschlüsse werden erneuert.

Kosten insgesamt bei einer Million Euro

Für beides zusammen liegen die Kosten bei einer Million Euro und damit etwas günstiger als gedacht. Geschätzt waren sie auf 1,4 Millionen Euro.

Die Baumaßnahme ist in vier Abschnitte aufgeteilt. Während im ersten Bauabschnitt die Umleitung im Ort gut funktioniert, gibt es im zweiten und vierten Bauabschnitt keine Möglichkeit, den Verkehr durch den Ort umzuleiten. „Die Straßen im Umfeld sind dafür zu schmal und damit ist es verkehrsrechtlich nicht erlaubt“, begründet Bauamtsleiter Kai Kraning. Im zweiten Bauabschnitt, der von Mai bis August dauert, befinden sich aber Gastronomie und Läden, die natürlich Umsatzverluste befürchten, wenn der Durchgangsverkehr wegfällt. „Wir versuchen, Lösungen zu finden“, verspricht Kraning. Im April führe man die Gespräche mit den Betroffenen.

Gehwege bleiben für Fußgänger und Radfahrer offen

Mit einer entsprechenden Beschilderung im Ort oder extra ausgewiesenen Parkplätzen könne man darauf aufmerksam machen, dass die Kunden oder Lieferanten trotzdem noch zum Gewerbe kommen. Auch Ortsvorsteher Eberhard Wolf ist zuversichtlich, dass die Probleme behoben werden können. „So können die Betroffenen auf ihrer Internetseite darauf hinweisen“, hofft Kraning auf eine gute Lösung. Denn die Gehwege bleiben für Fußgänger und Radfahrer offen, hier verläuft ein beliebter Radweg.

Der Schwerlastverkehr und der überörtliche Umleitungsverkehr werden schon in Oberstenfeld auf die Sperrung der Gronauer Ortsdurchfahrt aufmerksam gemacht, im ersten Bauabschnitt wird dieser Verkehr über den Beilsteiner Teilort Schmidhausen geleitet. Bei den weiteren Bauabschnitten muss man sich auf größere Umwege einrichten.