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Neckartalradweg

Fast nur Asphalt entlang des Flusses

Auf einer Strecke von 362 Kilometern führt der Neckar von Villingen-Schwenningen bis nach Mannheim, wo er in den Rhein mündet. Immer an seiner Seite: der Neckartalradweg. In welchem Zustand präsentiert sich im Landkreis Ludwigsburg das Teilstück zwischen Remseck und Mundelsheim? Unsere Zeitung hat nachgefragt.

Der Neckartalradweg in Mundelsheim wird für knapp 170 000 Euro asphaltiert. Die Kosten trägt der Landkreis komplett. Archivfoto: Holm Wolschendorf
Der Neckartalradweg in Mundelsheim wird für knapp 170 000 Euro asphaltiert. Die Kosten trägt der Landkreis komplett. Foto: Holm Wolschendorf

Neckartal. Auf der Gemarkung Remseck verläuft der Neckartalradweg von Aldingen bis Neckargröningen flussabwärts gesehen auf der linken Seite unmittelbar am Wasser entlang. Wie Philipp Weber, Pressesprecher der Stadt, mitteilt, befindet sich die Trasse auf der Markung grundsätzlich in einem guten Zustand. „Dennoch gibt es immer wieder einige Stellen mit Schäden, die überarbeitet werden müssen“, so Weber. 2015 wurde gemeinsam mit Ludwigsburg und Benningen der Fuß- und Radweg vom Gewerbegebiet Rainwiesen in Neckargröningen bis zu den Ludwigsburger Zugwiesen neu angelegt. Zudem wurden andere Teilabschnitte beispielsweise 2017 am Neckardamm in Remseck erneuert und verbreitert. Damit der Radweg in gutem Zustand bleibt, müssen regelmäßig die Risse, Verwerfungen und Schlaglöcher saniert werden. Wurzeln von Bäumen und Sträuchern drücken immer wieder den Asphalt nach oben. Jedes Jahr müssen diese Stellen gesucht und repariert werden. „Grundsätzlich sind solche Bepflanzungen aus ökologischen und gestalterischen Gesichtspunkten erwünscht“, so Philipp Weber. Auch in diesem Jahr müssen wieder kleinere Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Die Kosten dafür belaufen sich laut dem Pressesprecher auf 10.000 bis 20.000 Euro.

Von Ludwigsburg-Neckarweihingen her kommend führt der Radweg an Marbach vorbei nach Benningen. Während der Neckar einen Bogen um den Ort macht, radelt man von der Marbacher Schleuse kommend durch den Ort, über die Neckarbrücke zum Gewerbegebiet Krautlose und weiter an den Weinbergen entlang in Richtung Freiberg. „Seit unserer interkommunalen Allianz 2015 mit Remseck und Ludwigsburg muss man an dem Weg nichts mehr machen“, sagt Bürgermeister Klaus Warthon. Mit dem Bau der Umgehungsstraße sei es allerdings nötig, den Neckartalradweg nördlich des Flusses dauerhaft zu verlegen.

In Freiberg wird die Seite gewechselt und in Flussrichtung links des Altneckars weitergeradelt. Nördlich der Stadtteile Beihingen und Geisingen geht es am Sportgelände Wasen und den Gartenfreunden vorbei in Richtung Ingersheim und Pleidelsheim. Laut Peter Müller, Leiter des Fachbereichs Recht und Ordnung in der Stadtverwaltung, ist der Weg auch auf Freiberger Markung gut befahrbar. Lediglich ein etwa 500 Meter langer Abschnitt entlang des Kleinbottwarer Hofs sei nicht asphaltiert. Dagegen sind laut Müller an drei Stellen der Trasse verkehrliche Änderungen notwendig, damit sie sicherer wird. Betroffen ist die Querung der Landesstraße von Benningen kommend, die Abfahrt vom Damm in Richtung Talstraße sowie der Bereich an der Stadiongaststätte am Wasen. Ein Verkehrsplaner sei damit beauftragt, Lösungen anzubieten. Mit den Ergebnissen rechne die Verwaltung im Frühjahr.

Volker Godel, Bürgermeister der Gemeinde Ingersheim, ist voll des Lobes über den Zustand des Neckartalradwegs, der von Freiberg kommend am Altneckar und am Wiesental entlang nach Großingersheim führt. Auf dem Geisinger Weg geht es zwischen Martinskirche und Fischerwörthhalle auf die Pleidelsheimer Straße und über die Neckarbrücke in den östlich gelegenen Nachbarort. An einer Stelle sieht der Schultes Handlungsbedarf: „Wir wollen im Bereich Talstraße/Pleidelsheimer Straße eine bessere Querung erreichen“, sagt Bürgermeister Godel. Er denke dabei an eine Radspur mit Ampelregelung.

„Beim Necktalradweg sind aus Sicht der Gemeinde Pleidelsheim keine Verbesserungen notwendig“, sagt Bürgermeister Ralf Trettner. Der Weg, der von Großingersheim kommend über die Neckarbrücke führt und ab hier östlich des Flusses nach Mundelsheim verläuft, sei auf der Markung gut ausgebaut und ausschließlich asphaltiert. Investitionen seien derzeit nicht geplant.

Weiter nördlich verbindet der Neckartalradweg die Gemeinde Mundelsheim mit Hessigheim und verläuft auf dieser Strecke direkt entlang des Ufers. Auf Mundelsheimer Markung ist er aktuell noch geschottert. Wie Bürgermeister Boris Seitz auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, soll der Radweg umfassend aufgewertet werden. Die Asphaltierung werde voraussichtlich gleich zu Jahresbeginn in zwei Bauabschnitten durchgeführt. Die Kosten belaufen sich auf 168.933,44 Euro und werden zur Freude des Mundelsheimer Rathauschefs vollständig vom Landratsamt Ludwigsburg bezahlt. „Die Gemeinde Mundelsheim ist sehr dankbar über diese Förderung und erhofft sich durch die Maßnahme eine Stärkung des Radverkehrs“, so Boris Seitz.

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