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Feuerwehr im mittäglichen Dauereinsatz

Drei Alarme binnen einer Stunde wegen einer Kollision auf der A81, eines Heckenbrands und eines Arbeitsunfalls

Bei dem Unfall auf der A 81 kurz vor dem Engelbergtunnel gibt es nur Leichtverletzte, aber großen Sachschaden. Foto: A. Rometsch
Bei dem Unfall auf der A 81 kurz vor dem Engelbergtunnel gibt es nur Leichtverletzte, aber großen Sachschaden. Foto: A. Rometsch

Ditzingen. Richtig ins Schwitzen kamen die Ditzinger Feuerwehrangehörigen am Dienstag. Nachdem sie am frühen Morgen ein (Fehl-)Alarm aus den Betten riss, folgten in der Mittagspause drei weitere Alarmierungen innerhalb von gut einer Stunde. Drei Personen wurden bei diesen Notfällen verletzt, es entstand hoher Sachschaden.

Der erste Einsatz des Mittags war auch der umfangreichste: Gegen 12.40 Uhr hatte der 53 Jahre alte Fahrer einer Zugmaschine auf der A81 in Fahrtrichtung Engelbergtunnel das Stauende übersehen und war ungebremst auf einen stehenden Sattelzug geprallt. Bei der Kollision riss die Aufliegerkupplung aus der Verankerung, an beiden Fahrzeugen entstand nach Polizeiangaben vom Mittwoch ein Schaden in Höhe von 30000 Euro. Der Unfallverursacher konnte sein Fahrzeug mit leichten Verletzungen selbstständig verlassen. Er und der andere Fahrer kamen zur weiteren Behandlung in eine Klinik. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab und band ausgelaufene Betriebsmittel, im Einsatz war auch die Autobahnmeisterei, unter anderem für die Absicherung und die Reinigung der Fahrbahn.

Nur kurz nach dem Unfall gab es eine Alarmierung wegen eines Heckenbrands in Hirschlanden. Im Löwenzahnweg war versucht worden, mit einem Flammenwerfer Unkraut zu vernichten, wobei eine angrenzende Hecke Feuer fing – dafür reiche bei Trockenheit schon ein Funke aus, so Kommandant Andreas Häcker, der von vielen ähnlichen Fällen weiß, erst im Juni waren dabei 40 Meter Hecke und angrenzende Bäume und Sträucher völlig zerstört worden. In diesem Fall aber konnte durch das schnelle Eingreifen eines Nachbarn der Brand in der Entstehungsphase klein gehalten und gelöscht werden. Die Feuerwehr musste nur noch Nachlöscharbeiten ausführen und kontrollierte die Fassade und Balkone des Mehrfamilienhauses mit der Wärmebildkamera.

Kurz darauf erlitt der Mitarbeiter eines Betriebs in der Heimerdinger Max-Planck-Straße bei einem Arbeitsunfall schwere Verletzungen. Aus ungeklärten Gründen wurde der Mann gegen 14 Uhr zwischen einer Hubarbeitsbühne und der Hallendecke eingeklemmt. Kurz vor Eintreffen der Hilfskräfte konnten Kollegen den Verunglückten aus seiner misslichen Lage befreien. Nach Erstversorgung durch Feuerwehrangehörige und Helfer-vor-Ort brachte ihn ein Rettungswagen in die Klinik. Die Feuerwehren aus Ditzingen und Heimerdingen waren mit drei Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften vor Ort.

Unklar blieb der Grund für die erste Alarmierung über die Brandmeldeanlage eines Unternehmens am Thalesplatz um kurz vor 5 Uhr. Ein über fünf Etagen reichendes Rauchansaugsystem hatte ausgelöst, das Fehlen des Linienplanes führte zu erheblichen Verzögerungen beim Erkunden der Feuerwehr. (red/jsw)