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Alpakas

Fünf Exoten auf Walheimer Koppel

Flauschige Blickfänge gibt es auf den Wannengrabenhöfen zwischen Walheim und Erligheim: Silke Baur hält dort seit dem Sommer Alpakas. Sie will eine Zucht aufbauen. Ein Fohlen kam schon zur Welt. Schätzungsweise 8000 Tiere gibt es in Deutschland.

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Sie kommt mit den Tieren zurecht: Silke Baur mit ihrer noch kleinen Herde. Fotos: Alfred Drossel

Walheim. Silke Baur lebt mit ihrer Familie auf dem elterlichen Bauernhof. Vater und Mutter sind nach Walheim gezogen, ihr Mann ist Architekt. Jetzt will sie den Bauernhof neu beleben – mit einer Alpaka-Zucht. „Zuerst suchten wir Rasenmäher für unsere kleine Christbaumplantage, dann hat mich der drollige Anblick der Tiere, ihr sanfter Charakter und der weiche Vlies fasziniert“, sagt sie. So wie ihr geht es vielen Tierfreunden. In Fachkreisen ist diese Zuneigung auch als „Alpaka-Virus“ bekannt.

Auf dem Baur-Hof grasen inzwischen fünf Tiere. Darunter mit der braunen „Less“ und der weißen „Annabell“ zwei Zuchtstuten. Die Stuten kommen von einem Hof auf der Schwäbischen Alb. Am 14. Juli wurde auf den Wannengrabenhöfen das erste Alpaka-Fohlen geboren – „Lotte“. Mit „Samuel“ und „Giacomo“ tummeln sich jetzt also drei Halbstarke auf der Koppel.

Die Südamerikaner wirken vor der schwäbischen Wald- und Wiesenkulisse noch wie Exoten. Erst Mitte der 80er Jahre wurden Alpakas von Chile in die USA, nach Kanada und in europäische Länder exportiert. Nach Deutschland gelangten in den 90er Jahren erst die Lamas, dann folgten Alpakas.

Silke Baur kommt mit den Tieren zurecht. Die Fohlen sind zutraulich, die Stuten dagegen noch recht scheu. Ein Problem gibt es allerdings – auch Alpakas spucken. Wie der Alpaka-Zucht-Verband mitteilt, nutzen Alpakas das Spucken als Mittel zur Verteidigung, jedoch hauptsächlich im Kampf um die Rangordnung innerhalb des Herdverbundes. Alpakas könnten sehr gut, einigermaßen weit und auch treffsicher spucken. Meistens erhalte man als Züchter eine Vorwarnung mit Speichel. Ignoriere man diese Warnung, könnte der nächste Spuckangriff mit halbverdautem Mageninhalt erfolgen. Der Geruch und die Konsistenz seien so penetrant, dass man als lernfähiger Züchter solche Situationen vermeide. „Bei ,Annabell‘ muss man schon aufpassen“, sagt Silke Baur.

Silke Baur will ihre Alpakas in ihr Bauernhof-Programm mit Kindergeburtstagen, Besuchen von Schulklassen und Kindergärten einbauen. Mit dabei ist auch der Berner Sennenhund „Keks“.

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