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Für Kinder in die Pedale treten

Vor vier Jahren wurde der Lila Logistik Charity Bike Cup zum ersten Mal in Marbach ausgetragen, am 3. Oktober folgt nun die Neuauflage. Organisator Heinz Betz hofft auf mehr als 1000 Teilnehmer.

Vor vier Jahren machte der Charity Bike Cup zum ersten Mal Station in Marbach. Am 3. Oktober gibt es eine Neuauflage.Archivfoto: Holm Wolschendorf
Vor vier Jahren machte der Charity Bike Cup zum ersten Mal Station in Marbach. Am 3. Oktober gibt es eine Neuauflage. Foto: Holm Wolschendorf

marbach. Die Zahl der Radler, die sich entweder dem sportlichen „Lila Race“ oder der gemütlichen „Lila Tour“ anschließen, ist für das Ziel des Benefizradrennens entscheidend: Denn vom Startgeld jedes Teilnehmers fließen 30 Euro an den Verein „Star Care“, der sich um benachteiligte und bedürftige Kinder und Jugendliche in der Region Stuttgart kümmert. Als der Charity Bike Cup 2015 erstmals in Marbach gastierte, kamen 44 000 Euro zusammen – Geld, von dem auch Marbacher Einrichtungen wie das Jugendhaus, das Elternforum oder die Wunschbaumaktion profitierten. Gerade das, so Bürgermeister Jan Trost gestern bei einer Pressekonferenz im Vorfeld, habe zu einer „positiven Außenwirkung“ der Großveranstaltung in Marbach beigetragen.

„Star Care“ wurde vor 20 Jahren gegründet und versteht sich nach den Worten seines Vorsitzenden Hans-Joachim Oettinger als Kinderhilfsverein. Der ist ehrenamtlich organisiert und kann jährlich über ungefähr 200.000 Euro Spendengelder verfügen, darunter die „Einnahmen“ aus dem Charity Bike Cup. Laut Oettinger unterscheidet ein Gremium des Vereins über die Verteilung der Mittel; im Landkreis hat „Star Care“ unter anderem den Babynotarztwagen finanziert, der am Ludwigsburger Klinikum stationiert ist.

Wer also am Tag der Deutschen Einheit in die Pedale tritt, tut etwas Gutes und kann zudem auf Größen aus dem Sport treffen, die sich ebenfalls in den Dienst der guten Sache stellen. Für beide Rundfahrten werden Teams mit prominenten Kapitänen gebildet; darunter sind zum Beispiel Guido Buchwald, der ehemalige VfB-Spieler Andreas Hinkel und der frühere Schalke-Trainer Domenico Tedesco, aktive und frühere Radprofis wie Olaf Ludwig, Mike und Roger Kluge, Steffen Wesemann, Leif Lampater, aber auch Jonas Reckermann, Olympiasieger im Beachvolleyball. Bei der „Lila Tour“ stellt übrigens auch unsere Zeitung ein Team, das vom ehemaligen Tagesschausprecher Marc Bator angeführt wird. Stefan Schumacher, ehemaliger Radprofi, der inzwischen zum Triathlon gewechselt ist, startet zwar am 12. Oktober beim Ironman auf Hawaii, hat aber nach eigenen Worten seinen Abflug extra verschoben, um erneut beim Charity Bike Cup dabei sein zu können. Der frischgebackene Vater meint: „Es ist mir wichtig, mich für Kinder in Not einzusetzen.“

Michael Müller, dessen Unternehmen „Lila Logistik“ Namensgeber der Veranstaltung ist, freut sich zum einen über die Unterstützung der Promis, zum anderen aber auch darüber, dass die Kapitäne „keine Berührungsängste“ haben, gerne mit den Besuchern plaudern und natürlich auch Autogramme geben. Müller ermuntert im übrigen alle Genussradler, an der „Lila Tour“ teilzunehmen. „Wir haben manchmal das Gefühl, die Leute trauen sich da nicht so richtig“, sagt der Firmenchef, der aber für die Nachmittagsveranstaltung „gedrosseltes Tempo“ verspricht. Die „Lila Tour“ sieht vier Runden à 15 Kilometer vor („man kann aber auch nur zwei oder drei mitfahren“), während das „Lila Race“ über 90 Kilometer führt. Die Strecke ist übrigens dieselbe wie vor vier Jahren, eine Runde führt von Marbach über Affalterbach, Remseck-Hochdorf und Poppenweiler wieder zurück zur Stadionhalle. Anmeldungen sind bis zum Veranstaltungstag auf der Homepage www.charity-bike-cup.de möglich.

Doch nicht nur radelnde Beine, sondern auch viele helfende Hände sind nötig, um den Bike Cup über die Bühne zu bringen. 350 ehrenamtliche Helfer sind am 3. Oktober im Einsatz, allein 80 als Streckenposten. In Marbach sowie in allen Orten, durch die der Tross kommt, bewirten Vereine die Besucher bei Hocketsen.

Info: Weitere detaillierte Informationen, unter anderem zur Strecke und zu den Teamkapitänen, gibt es morgen in einer Beilage der Ludwigsburger Kreiszeitung.

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