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Nach Wasserschaden

Großbaustelle Realschule

Umfangreiche Reparaturen können bis zu einem halben Jahr dauern – Kosten: 200.000 Euro

Decken müssen abgenommen und die Böden in den Fachräumen geöffnet und trockengelegt werden.Fotos: Alfred Drossel
Decken müssen abgenommen und die Böden in den Fachräumen geöffnet und trockengelegt werden. Foto: Alfred Drossel
Die Handwerker haben alle Hände voll zu tun.
Die Handwerker haben alle Hände voll zu tun.

bietigheim-bissingen. Drei Fachräume, ebensoviele Vorbereitungs- und Experimentierräume der Realschule im Aurain können bis zum Sommer nicht benutzt werden. Ein defektes Ventil hatte zu Jahresbeginn, wie berichtet, einen großen Schaden angerichtet. Rund 25.00 Liter Wasser haben sich deshalb im zweiten Stockwerk der Schule verteilt und sind durch die Decke gesickert.

Derzeit sind Handwerker in der Schule bei der Arbeit, entfernen Teppichböden, öffnen die abgehängten Decken und verlagern die Fachmöbel in den Physik- und Chemiefachräumen. Unterricht ist in diesem Trakt der Schule nicht möglich.

Hausmeister Jörg Zelewski hatte auf einem Rundgang am Freitag, 4. Januar, nichts Auffälliges bemerkt. Es war Wochenende und es waren Ferien. Einen Tag später, am Samstag, hat sich ein Lehrer nachmittags auf den Schulbeginn am Montag darauf vorbereiten wollen und stand plötzlich im Wasser. Mehrere Zentimeter hoch stand das Wasser im zweiten Stock des Fachräumetrakts. Der Lehrer schlug Alarm.

Festgestellt wurde ein defektes Ventil, das verhinderte, dass gebrauchtes Wasser der Experimente in die Wasserleitung zurückfloss. Dieses armdicke Ventil hatte sich geöffnet und vermutlich 24 Stunden lang einen Wasserstrahl freigegeben.

„So etwas passiert normalerweise nie“, stellt Bauamtsleiter Claus-Dieter Jaisle fest. Deshalb ist das Gebäude im Gegensatz zum Mobiliar nicht versichert. Jetzt müssten erst einmal Böden und Decken demontiert und trockengelegt werden, erklärt Jaisle die zeitaufwendigen Arbeiten. In den Räumen surren Trockner, die die Feuchtigkeit aus der Luft saugen.

Handwerker haben einen Teil der Deckenplatten entfernt, Lampen und elektrische Leitungen trockengelegt und Teppichböden herausgerissen. In einem Raum stand das Wasser zentimeterhoch unter einem hölzernen Podest. Noch sei unklar, wie hoch der tatsächliche Schaden sei, stellt Claus-Dieter Jaisle fest. Er rechnet jedoch mit bis zu 200.000 Euro. Jetzt müsse erst einmal alles getrocknet werden, bevor weitere Arbeiten eingeplant werden könnten.

Unterrichtsausfälle gebe es zwar nicht, aber große Umstellungen, erklärt Schulleiter Claus Stöckle, der zunächst gehofft hatte, dass der Schden binnen eines Monats behoben werden könne. Der Fachunterricht werde jetzt in den Klassenräumen abgehalten. Ein Fachraum stehe in der früheren Förderschule in der Wilhelmschule zur Verfügung. Experimente in Physik und Chemie seien allerdings schwerlich möglich, sagt Stöckle. Gefreut habe ihn, so der Rektor, ein Raumangebot der Gymnasien nach Bekanntwerden des Schadens.

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