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Stadtkapelle

Große Ziele für das neue Jahr

Seit Februar ist Ulrike Staudenrausch Vorsitzende des Musikvereins Stadtkapelle Bönnigheim. Und obwohl sie selbst kein Instrument beherrscht, ist sie dem Verein schon lange verbunden: Ihre Tochter Ina spielt dort seit Kindertagen Querflöte. Mit uns hat Ulrike Staudenrausch über ihr erstes Jahr im Amt gesprochen und einen Ausblick gewagt.

Ulrike Staudenrausch.Foto: privat
Ulrike Staudenrausch. Foto: privat

Bönnigheim. Frau Staudenrausch, was waren Ihre persönlichen Höhepunkte im Verein in diesem Jahr?

Ulrike Staudenrausch: Die Bönnigheimer Nachtmusik hat mir sehr gut gefallen. Nicht nur klanglich war es ein Highlight. Wir haben zum ersten Mal das Abschlusskonzert ins Internet übertragen; so konnten alle Musiker, die nicht teilnehmen konnten, doch dabei sein. Eine hat das Ereignis sogar in Peru verfolgt. Wir wollen die neuen Medien in Zukunft noch stärker in unsere Vereinsarbeit einbinden.

Sie sind keine gebürtige Bönnigheimerin und spielen kein Instrument – war es da nicht schwer, Vorsitzende der hiesigen Stadtkapelle zu werden?

Ich lebe mit meiner Familie schon rund 20 Jahre in Bönnigheim und bin gut vernetzt. Deshalb gab es keinerlei Probleme. Zudem begleite ich die Stadtkapelle mit meiner Marketingagentur schon seit vielen Jahren und kenne die Belange. Manchmal ist es einfach besser, wenn jemand von außerhalb Ideen einbringt. Zudem braucht ein Orchester auch immer Zuhörer und nicht nur Mitspieler.

Was macht den Reiz der Vereinsarbeit aus?

Die Stadtkapelle ist seit jeher ausgestattet mit vielen engagierten Mitgliedern. In Arbeitsgruppen werden neue Konzepte erstellt und umgesetzt. Das will ich weiterhin fördern. Zudem haben wir keinerlei Nachwuchsprobleme. Dank der Kooperation mit der Musikschule und der Grundschule, werden die Kinder im Ort schon ab acht Jahren in der Bläserklasse an ein Instrument herangeführt. Wer dann weitermachen will, kann dies bei uns tun. So haben wir einen Altersschnitt im aktiven Stadtorchester von gerade mal 25 Jahren erreicht.

Die Jugendarbeit wird von Tom Wentz bestens geleitet und das große Orchester hat mit Stadtmusikdirektor Rainer Falk einen großen Könner als Leiter.

Wie ist Ihr Ausblick für das kommende Jahr?

Die Bläserklasse feiert im kommenden Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Dieses Erfolgskonzept werden wir am 5. April mit einem Festakt würdigen. Allerdings bieten wir mit unseren Klassikern wie dem Neujahrskonzert, den Bläserwelten, der Nachtmusik sowie dem Advents- und Köllesturmspiel wieder unsere bekannten Formate an. Nach sieben Jahren wird es im November ein weiteres Musical geben.

Was sind Ihre langfristigen Ziele für die Stadtkapelle?

Es wäre schön, wenn wir den sowieso schon guten Besucherschnitt noch steigern könnten. Die Qualität unserer Musiker ist sehr hoch. Das und die Begeisterung für die Musik wollen wir tief in die Bevölkerung hinein vermitteln. Wir werden die Stadtkapelle zukünftig gemeinsam intensiv musikalisch und organisatorisch weiterentwickeln, um dieses Ziel zu erreichen.

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