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Freizeit

Hessigheim: Jugendliche bekommen Dirt-Track

Der Hessigheimer Spielplatz an der Felsengartenkellerei ist bald um eine Attraktion reicher: Dort soll demnächst eine Dirt-Track-Bahn gebaut werden, also eine Art Hindernisparcours fürs Fahrrad.

Die alte Skateranlage hat ausgedient. Dort soll demnächst eine Dirt-Track-Bahn entstehen. Foto: Ramona Theiss
Die alte Skateranlage hat ausgedient. Dort soll demnächst eine Dirt-Track-Bahn entstehen. Foto: Ramona Theiss

Hessigheim. Die Hessigheimer Gemeinderäte hatten sich in ihrer letzten Sitzung mit dem Thema Dirt-Track-Bahn befasst; der Wunsch nach einer solchen Anlage war von Jugendlichen im Ort gekommen. Als Standort biete sich das Gelände am Spielplatz der Kellerei an, informierte Hauptamtsleiterin Laura Kohler. Dort, wo die ausgediente Skateranlage stehe. Entscheiden mussten die Gemeinderäte noch darüber, was genau für eine Bahn dort entstehen soll.

Im Gespräch war zunächst eine mobile Anlage, die man hätte kaufen (rund 44000 Euro) oder mieten können (bis zu 16000 Euro für drei Monate im Jahr). Durch die modulare Bauweise ließe sich dieser sogenannte Pumptrack innerhalb kurzer Zeit auf- und abbauen. Als Alternative stellte Laura Kohler eine Bahn vor, die aus aufgeschütteter Erde moduliert wird und damit dauerhaft Bestand haben würde. Die Kosten für den Erdbau beliefen sich auf 7000 bis 15000 Euro, die nötige Erde müsste die Gemeinde organisieren. Auf der vorgesehenen Fläche wäre ausreichend Platz für eine kleinere sogenannte Dirt-Track-Bahn. Auch zwei bis drei Hügel für Sprünge mit dem Rad seien denkbar. Eine solche Anlage könnte recht schnell innerhalb einer Woche aufgeschüttet werden, die Planungszeit betrage maximal ein halbes Jahr. Die Frage, die die Gemeinderäte nun beantworten mussten: Was wünschen sich die Hessigheimer Jugendlichen? Michael Schunk glaubt, dass die Dirt-Track-Bahn tendenziell besser genutzt würde. Auch wenn diese Anlage nur für BMX-Räder geeignet ist. Ein mobiler Pumptrack könnte dagegen auch mit dem Roller befahren werden. In der Sitzung anwesend war auch ein Jugendlicher, der eine solche Anlage im Ort vorgeschlagen hatte. Er sprach sich für den Erdbau aus. Dem Wunsch folgten die Gemeinderäte einstimmig.

Bedenken von Johannes Bertsch, dass die ausgewählte Fläche am Spielplatz zu klein für die Bahn sein könnte, widersprach Bürgermeister Günther Pilz. Das Areal sei außerdem an den Ort angebunden und damit gut zu erreichen. Gleichzeitig aber auch weit genug weg von den nächsten Häusern, damit es keine Beschwerden wegen Lärm gebe.

Bernd Schaaf wollte wissen, ob der vorhandene Asphalt zunächst ausgebaut werden müsse. Doch das sei nicht der Fall, entgegnete Hauptamtsleiterin Kohler. Die Erde könne einfach aufgeschüttet werden. Auch die dortigen Bäume blieben erhalten.

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