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KÜKENSCHLUPF

Hier darf man gucken und anfassen

Kleintierzüchter Geisingen freuen sich über Besucherandrang im Vereinsheim – Geflügelnachwuchs ziert sich noch

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FREIBERG. Hühner und Hasen sind zur Osterzeit die prominentesten Tiere und so gibt es wohl keinen besseren Termin, um sie in den Mittelpunkt einer Veranstaltung zu stellen. Am Ostersamstag veranstalteten die Kleintierzüchter Geisingen zum zweiten Mal einen Kükenschlupf im Vereinsheim, der ihm einen riesigen Besucherandrang bescherte. Besonders freuten sich darüber der Vorsitzende Tarek Prokasky und Jugendleiterin Anna Karl, die erst seit gut einem Jahr im Amt sind. Dem jungen Paar ist es gelungen, frischen Wind in den Verein zu bringen und mit Engagement ein neues Publikum anzulocken.

„Ich habe im vergangenen Jahr alle Kindergärten eingeladen, einen Vormittag bei uns zu verbringen und das auch in diesem Jahr wiederholt“, berichtete Anna Karl, Hauptorganisatorin des Kükenschlupfs. „Von den Eltern kam dann die Bitte, auch einmal anschauen zu dürfen, was wir machen. So ist die Idee des öffentlichen Kükenschlupfs entstanden.“ Rund 50 Eier hat der „Kükenbeauftragte“ Herbert Rieger nach 18 Tagen im Vorbrüter in den Schlupfbrüter gelegt, in dem die Küken sich nach drei Tagen eigentlich durch die Schale arbeiten sollten. Die Kinder drückten sich die Nasen ander der Scheibe platt, doch der Geflügelnachwuchs hatte noch keine Lust, das Licht der Welt zu erblicken. Kein Problem, denn Rieger hatte eine Schar von zehn Tage alten Küken mitgebracht, die für Entzücken sorgten. „Darf ich das anfassen?“, fragte ein Mädchen. „Natürlich. Gucken kannst du im Fernsehen, hier darfst du auch fühlen“, antwortete Rieger und gab der Kleinen eins der Küken. Auch Mats freute sich, ein flauschiges Hühnerbaby streicheln zu dürfen. „Wir haben gestern drei eigene Hühner bekommen. Aber die sind schon groß und ich wollte gern mal ein Küken sehen“, erzählte der Sechsjährige aus Bietigheim-Bissingen. Für ebenso viel Freude sorgten die Hasen mit ihrem Nachwuchs, die in den Arm genommen und gestreichelt werden durften. „Ich will auch ein Häschen“, wünschte sich prompt die kleine Lotta.

Die Eltern und Großeltern konnten unterdessen bei Kaffee und Kuchen gemütlich beisammensitzen. Auch ein Mal- und Rätselbuch hatte Anna Karl zusammengestellt und ausgelegt, so dass die Kinder kaum noch wegzulocken waren. „Jetzt müssen wir aber wirklich gehen. Die Mama wartet zuhause auf uns“, mahnte ein Vater. Weit kam das Papa-Tochter-Gespann allerdings nicht, denn vor dem Vereinsheim stand eine Hüpfburg und die musste natürlich auch noch ausprobiert werden.

Die Besucher waren voll des Lobes für die Veranstaltung, die den Kindern jede Menge Freude zum Nulltarif bescherte. Und Organisatorin Anna Karl war hochzufrieden über die tolle Resonanz.