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Kinderstadtfest

Hier werden Kinderwünsche wahr

Kleine Katzen schleichen überall naschend durch die Stadt. Tiger und liebreizende Prinzessinnen drehen bei MAG und der Jugendhilfe am Glücksrad, Piraten entern die Straßen und erbeuten Süßigkeiten. Fast alle jungen Gäste haben sich nämlich beim Großbottwarer Kinderstadtfest zum Beispiel bei der Stadtapotheke schminken lassen.

Spiel, Spaß und Unterhaltung für die Kleinen stehen im Mittelpunkt des Großbottwarer Kinderstadtfestes. Fotos: Ramona Theiss
Spiel, Spaß und Unterhaltung für die Kleinen stehen im Mittelpunkt des Großbottwarer Kinderstadtfestes. Foto: Ramona Theiss
Geschminkte Kinder aller Orten – auch im Erzählzelt.
Geschminkte Kinder aller Orten – auch im Erzählzelt.

Großbottwar. Nach zwei Jahren im Exil auf dem Schulcampus ist das Fest rund ums Rathaus und an die Stadtmauer zurückgekehrt. Das gibt ein Gefühl von Weite, das Gedränge ist nicht so groß. Wohl auch weil das Wetter nicht so recht mitspielte. Gleich der Start, bei dem Bürgermeister Ralf Zimmermann wie üblich eine süße Schatztruhe spendierte, war ziemlich verwässert. Zu den wilden Tönen der Wunnensteinschule schüttete es dann richtig. Erst um die Mittagsstunde ließ sich die wärmende Sonne blicken und aus fast allen Häusern strömten Kinder mit ihren Eltern im Schlepptau. Die ersten Mamas und Papas waren hier früher auch schon kleine Gäste. Das Fest gibt es jetzt seit 24 Jahren.

Das hat an diesem einen Samstag im Jahr Tradition: Die Jungen haben das Sagen, dürfen bestimmen, worauf sie Lust haben: Nach dem Hotdog gibt es Zuckerwatte oder doch lieber eine Waffel nach der Roten Wurst oder dem Fleischkäsweck. Und dazwischen Süßigkeiten satt, die mit Limo runterspült werden. Viele lassen es krachen und sündigen fröhlich vor sich hin. Auch mit türkischen Spezialitäten.

Auch das gehört zum Kinderstadtfest: Auf den letzten Drücker Geschenke basteln für den Muttertag. Beim Schwäbischen Albverein wurden fleißig Vesperbrettle bemalt, bei der freien biblischen Gemeinde Miniaturblumentöpfe gestaltet. Bunt ging’s hier zu.

Selten war das Fest so groß wie in diesem Jahr. 24 Stationen zählte Sandra Cortot von MAG (Miteinander Attraktives Großbottwar), die das Fest ausrichten. Vier neue Stände seien dazu gekommen, erzählt sie: Bei Heidi Lebherz können sich die Mädchen die Nägel machen oder sich Tattoos malen lassen. Die Tischtennis-Abteilung des TSV hatte eine Miniplatte aufgebaut, auch beim Verein „Miteinander Leben“ aus Ludwigsburg wurde gemalt und es wurde selbst gemachte Zitronenlimonade ausgeschenkt. Und Guiseppe Basuino begeisterte mit seinem mobilen Pizza-Steinofen auf drei Rädern.

Alle anderen Vereine und Organisationen sind seit Jahren mit dabei mit Angeboten, auf die sich die Kinder das ganze Jahr freuen. Die Jugendfeuerwehr lässt spritzen, beim CVJM wird in die Kettcar-Pedale getreten, die Theo-Lorch-Werkstatt sucht Testpiloten für Rollstühle. „Gar nicht so einfach, die Kurve zu kriegen und bergauf ist das ganz schön anstrengend“, meinen sie. Reit- und Fahrverein wie auch die SPD lässt werfen, die Junge Union Ballons in die Luft steigen. Bei einer Versicherung wird nach Edelsteinen geschürft. Gefühl ist bei der Musikakademie und der Spielbude gefordert. Hier mussten Instrumente und Sachen aus dem Wald ertastet werden.

Die evangelische Kirchengemeinde hatte wieder ihr orientalisches Erzählzelt aufgeschlagen. Beim Skiclub Rio konnte ausprobiert werden, wie man zu viert auf einem Paar Bretter vorwärtskommt. Bei der katholischen Gemeinde musste mit dem Geräusche-Memory der Grips aktiviert werden und auch die Tanzspiele der TSC Dance Inspiration hatten es in sich. Der grinsende Zahnbär der Jugendzahnpflege war einer der Lieblinge. Itzebitz hatte einen Parcours aufgebaut und die türkische Gemeinde verlangte beim Eierlauf Fingerspitzengefühl.

Die ganze Altstadt war ein riesiger Spielplatz mit kunterbuntem Angebot. Die Tanzschule Monro aus Ludwigsburg trat ebenso auf wie die TSC Dance Inspiration, die Musikakademie Staudenmaier. Das Rote Kreuz machte eine Schauübung und der Clown Magic Zappo brachte Groß und Klein zum Lachen. Spannend war der Tag und so aufregend, dass die Jüngeren schlafend nach Hause gefahren wurden.

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