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Typisierungsaktion

Hoffen auf viele Spender

Für den neunjährigen Christopher wird ein genetischer Zwilling gesucht – Mithilfe der Steelers

Christopher steht normalerweise im Tor einer Steelers-Nachwuchsmannschaft.Foto: privat
Christopher steht normalerweise im Tor einer Steelers-Nachwuchsmannschaft. Foto: privat

Bietigheim-Bissingen. Den Termin dürften fast alle Eishockey-Fans aus der Region mittlerweile auswendig kennen: Samstag, 15. Februar, von 11 bis 15 Uhr, Ege Trans-Arena. Mehrfach wurde während der vergangenen Heimspiele der Steelers und in den sozialen Netzwerken darauf hingewiesen. Denn der Termin kann für einen erkrankten Jugendspieler, aber auch viele andere Betroffene zum lebensrettenden Datum werden: die Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zugunsten des neunjährigen Christopher aus Sachsenheim, bei dem eine genetische Erkrankung festgestellt wurde, die zu Blutkrebs führen kann (wir berichteten).

„Je mehr kommen, desto größer sind die Chancen, einen passenden Spender zu finden“, appellierten vergangene Woche auch die Profis an ihre Fans. Denn dazu müssen einige Faktoren übereinstimmen, damit es keine Abstoßung bei der Blutstammzelltransplantation gebe, so die DKMS. Und die Kombinationsmöglichkeit der Gewebemerkmale – Strukturen auf den Oberflächen der Körperzellen, anhand derer das Immunsystem zwischen eigenem und fremdem Gewebe unterscheidet –, von denen es mehr als 10.000 Ausprägungen gebe, ist sehr groß. „Das ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen“, heißt es.

Wie viele Spendewillige morgen in die Ege Trans-Arena kommen, weiß keiner. „Das ist immer eine Überraschung. Aber wir hoffen, dass es vierstellig wird“, so ein Sprecher der DKMS. Wohlwissend, dass viele Faktoren Einfluss haben, etwa das Wetter, aber auch die Tatsache, dass es in den vergangenen Monaten mehrere solcher Registrierungsaktionen gab – zu jener für den zweijährigen Johannes kamen Mitte Dezember fast 800 Menschen nach Ludwigsburg. Wichtig sind aber auch die Helfer, die dem Initiator der Aktion, Uwe Vogel aus Sachsenheim, zur Verfügung stehen. „Die Anteilnahme ist sehr groß“, so Gregor Rustige, Vereinsmanager der SC Steelers. Total schnell seien genügend Helfer gefunden worden, unter den Eltern der Jugendmannschaften und Freunden, aber auch die Stadtwerke, Betreiber der Eishallen, hätten die Mithilfe angeboten, freut er sich.

Und auch die Profiabteilung hat schon einen Beitrag geleistet – und wird das weiter tun. Einige Spieler, die noch nicht bei der DKMS registriert sind, wollen im Lauf des Tages vorbeikommen und das nachholen. Zudem haben beim Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse die Ehefrauen und Freundinnen der Spieler „Blinkeherzen“ gegen eine Spende von drei Euro verteilt. Gerade als der Hallensprecher verkündete, dass alle der rund 500 Teile – ein Großteil wurde gesponsort vom Sieb- und Tampondruckunternehmen – einen Abnehmer gefunden hatten, gab es den ersten Treffer. Und einen sehr viel wichtigeren gibt es dann vielleicht nach der morgigen Aktion.

Info: Die Registrierungsaktion ist am morgigen Samstag, 15. Februar, von 11 bis 15 Uhr in der Ege Trans-Arena.

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