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Sanierung

Holperpiste in Benningen ist Vergangenheit

Schwäbisch-zünftig, mit Brezeln und einem Trollinger von der Neckarhälde, hat die Gemeinde Benningen mit Anliegern und Firmen den Abschluss der Sanierung der Martin-Luther-Straße gefeiert.

Schlaglöcher beseitigt, Straßenbelag erneuert, Gehwege klar abgegrenzt: So präsentiert sich die Martin-Luther-Straße nach ihrer Sanierung. Foto: Constantin Eckstein
Schlaglöcher beseitigt, Straßenbelag erneuert, Gehwege klar abgegrenzt: So präsentiert sich die Martin-Luther-Straße nach ihrer Sanierung. Foto: Constantin Eckstein

Benningen. Eigentlich hätte man das Ende der Baustelle mit einem Sommerfest begehen können, denn die abschüssige Straße unterhalb des Friedhofs hat schon in den Sommermonaten den abschließenden neuen Belag erhalten. Doch bis alle Beteiligten zusammengebracht werden konnten, hat es etwas gedauert, entschuldigte Bürgermeister Klaus Warthon den nicht mehr so ganz für eine Open-Air-„Party“ tauglichen Termin. Doch es sei ihm wichtig, an dieser Benninger Tradition festzuhalten, so Warthon weiter, und vor allem ein Dankeschön an all die öffentlich zu formulieren, die die Arbeiten ertragen, aber auch an die, die sie ausgeführt haben.

Eine halbe Million Euro hat die Gemeinde in die Ertüchtigung der Martin-Luther-Straße investiert, die jetzt wie viele Straßen vor ihr einen glatten Fahrbahnbereich ohne Schlaglöcher hat. Die Gehwege sind mit Granitpflaster davon abgetrennt. Dieses Muster ist bei Straßensanierungen in Benningen durchgängig, auf lange Sicht soll so eine einheitliche Optik im Ort entstehen. Die sehr breit dimensionierte Martin-Luther-Straße ließ es zudem zu, auf beiden Seiten einen Gehweg anzulegen: „Das ist jetzt wahrlich besser als vorher“, meinte der Bürgermeister, und er erntete mit dieser Aussage keinen Widerspruch bei den Anliegern.

Auch im Untergrund der Straße hat sich in den zurückliegenden Monaten einiges getan: Wasserleitungen mussten erneuert werden, im Abschnitt zwischen Blumenstraße und der Einmündung des Benzrains wurden auch die Abwasserkanäle saniert und aufdimensioniert.

Die Martin-Luther-Straße sei vor der Sanierung in einem so schlechten Zustand gewesen wie keine andere Straße in Benningen, räumte Klaus Warthon ein, deshalb seien die Arbeiten dringend notwendig, die Investition gerechtfertigt gewesen. Eine besondere Herausforderung stellte den Worten des Bürgermeisters zufolge der Umstand dar, dass viele Gebäude mit der Kante direkt auf dem Gehweg stehen, „eine eher ungewöhnliche Situation“, so Warthon. Die unter anderem dazu führte, dass die Anlieger während der Sanierung ihre Grundstücke nicht anfahren konnten und so manche Sprudelkiste mit Muskelkraft nach Hause getragen werden musste.

Seit 2001 hat die Gemeinde rund 20 Straßen im Ort sanieren lassen, „und die Martin-Luther-Straße wird nicht die letzte sein“, prophezeite Warthon. Deshalb sei es wichtig, leistungsfähige Firmen und gute Leute im Rathaus zu haben – „und die haben wir“. Die Anwohner der Martin-Luther-Straße dagegen könnten sich nun freuen, dass sie die nächsten Jahrzehnte Ruhe haben.

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