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Gemeinderat

Im Haus der Ochsenbacher Feuerwehr klaffen Risse

Weil es dafür keine Alternative gibt, hat der Sachsenheimer Gemeinderat einer Baugrundverstärkung des Feuerwehrhauses Ochsenbach in Höhe von 180000 Euro zugestimmt.

Zwei Fahrzeuge der Abteilung stehen im Ochsenbacher Feuerwehrhaus.Foto: Alfred Drossel
Zwei Fahrzeuge der Abteilung stehen im Ochsenbacher Feuerwehrhaus. Foto: Alfred Drossel

sachsenheim. Das 1979 erbaute Feuerwehrgerätehaus in Ochsenbach weist seit 2014 Setzungsrisse auf, die innerhalb der vergangenen beiden Jahre „ein äußerst bedenkliches Ausmaß angenommen haben“, berichtete Michael Miorin-Bellermann von der Hochbauabteilung der Stadt dem Gemeinderat von der Lage. Provisorische Sicherungsmaßnahmen seien eingeleitet worden. Mit Abstützungen innerhalb und außerhalb des Gebäudes sowie regelmäßigen Kontrollen wollte man das Haus für die nächsten fünf Jahre erhalten, bis die neue Feuerwache im Kirbachtal fertiggestellt ist. Jetzt stellte man jedoch fest, dass es vermutlich durch starke Regenfälle und einem vorausgegangenen trockenen Sommer zu Setzungen gekommen sei, die zur Vergrößerung einiger Risse geführt hätten, sagte Michael Miorin-Bellermann.

Messungen hätten gezeigt, dass die Risse deutlich breiter geworden sind. Das Ingenieurbüro Klein wurde dann beauftragt zu prüfen, ob eine Baugrundertüchtigung grundsätzlich möglich ist. Es wurden viele Gesprächen mit Vertretern von Spezialfirmen geführt sowie ein Gründungsgutachten erstellt. Hierbei kristallisierte sich eine Firma heraus, die zuversichtlich ist, das Problem beheben zu können. Mittels mehrerer Bohrlöcher durch die Gründungsplatte sowie einem unter Druck eingebrachten Mehrkomponenten-Expansionsharz soll eine Verdichtung des Untergrundes bewirkt werden. Die Kosten der Gesamtmaßnahme werden vom Ingenieurbüro Klein mit rund 155000 Euro veranschlagt. Darin nicht enthalten sind die anschließende Renovierung des Gebäudes sowie die Einbringung eines neuen Bodenbelags. „Wir schätzen diesen Aufwand auf weitere 25000 Euro, so dass wir von einer finanziellen Gesamtbelastung von rund 180000 Euro ausgehen müssen“, betonte Miorin-Bellermann.

Für Hugo Ulmer (CDU) ist das die „sinnloseste Ausgabe der Stadt“. Eine Lebensdauer von 50 Jahren habe das Feuerwehrhaus nicht, weil bis dahin wohl die neue Feuerwache Kirbachtal stehe. Bürgermeister Holger Albrich hält dagegen die Maßnahme für alternativlos, weil sie die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr gewährleiste. Ralf Nägele (FWV) sieht zwar die Kosten, hält aber die Arbeiten für notwendig. Wichtig sei auch eine Nachnutzung des Gebäudes nach dem Auszug der Feuerwehr. Angedacht ist, dass der Bauhof einzieht. Thomas Wörner (GLS) macht sich keine Sorgen über eine Nachnutzung. Wichtig sei, dass das Gebäude erstmal erhalten bleibe.

Die Stadt plant ein neues Feuerwehrhaus für die Abteilungen Hohenhaslach, Spielberg und Ochsenbach in freier Landschaft. Dagegen gibt es Widerstand von Naturschützern und der Landwirtschaft. Das Land Baden-Württemberg als Besitzer des anvisierten Grundstücks fordert von der Stadt ergänzende Begründungen, die das Vorhaben begründen sollen. Zur Debatte stehen drei Standorte. Gemeinderat, Stadtverwaltung und die Feuerwehr haben sich bereits für den Bau der neuen Kirbachtal-Feuerwache als sinnvolles Projekt ausgesprochen.

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