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Corona

.Ja-Wort mit kleinen Hindernissen

Verliebt, verlobt, verheiratet. Gar nicht so einfach in Zeiten der Coronakrise, denn das Virus macht auch vor Verliebten nicht Halt. In den Standesämtern gelten mittlerweile besondere Regelungen.

Eine Frau steckt ihrem Gatten den Ehering an den Finger. In den Standesämtern gelten derzeit besondere Regelungen. Foto: Galaganov /stock.adobe.com
Eine Frau steckt ihrem Gatten den Ehering an den Finger. In den Standesämtern gelten derzeit besondere Regelungen. Foto: Galaganov /stock.adobe.com

Kreis Ludwigsburg. Die Hochzeit gilt allgemein als der schönste Tag im Leben. Doch nachdem die Kirchen keine Trauungen mehr durchführen, überlegt sich so manches heiratswillige Paar aufgrund des grassierenden Coronavirus auch den Gang zum Standesamt. So liegt der Freiberger Stadtverwaltung bereits eine Absage von einem Pärchen vor, das sich dort das Ja-Wort geben wollte. Für künftige Ehepaare, die sich in diesen Tagen und Wochen auf alle Fälle trauen lassen möchten, haben die Standesämter besondere Vorkehrungen getroffen.

Drei Trauungen fanden am Freitag in Marbach statt, drei weitere sind für kommenden Freitag angesetzt. „Diese Termine ziehen wir durch, wenn sich nichts ändert“, sagt Bürger- und Ordnungsamtsleiter Andreas Seiberling. Bis Ende Mai stehen 24 Trauungen im Terminkalender des Marbacher Standesamts. Diese sollen ebenso stattfinden, wenn keine Absagen kommen und der Gesetzgeber keine neuen Regelungen verabschiedet. Der Standesbeamte wird dann lediglich dem Brautpaar gegenüber sitzen. Trauzeugen und weitere Gäste haben keinen Zutritt. Die Heiratenden müssen zudem eine Erklärung darüber abgeben, dass sie nicht infiziert sind und für sie auch keine Quarantäne angeordnet ist.

In Freiberg sind bis Ende Mai vier Trauungen eingeplant. Dabei ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Neben dem Brautpaar dürfen zwei Trauzeugen sowie acht Gäste der Zeremonie beiwohnen. Dabei kommt der Verwaltung die Größe des Trauzimmers entgegen. „Da lässt sich der Mindestabstand gut einhalten“, versichert Bürgermeister Dirk Schaible. Einen Händedruck wird es dabei nicht geben. Für alle Fälle steht aber ein Desinfektionsmittel bereit.

Auch in Kornwestheim finden weiterhin Trauungen statt, teilt Pressesprecherin Caroline Schaal mit. Drei Vermählungen fanden dort gestern statt, bis Ende Mai stehen noch 23 weitere im Kalender. Coronabedingte Absagen habe es noch keine gegeben, dafür aber zwei Terminverschiebungen. Wie in Freiberg ist auch in Kornwestheim die Personenzahl begrenzt. Neben dem Brautpaar dürfen noch maximal zehn Personen ins Trauzimmer. Die allgemeinen Hygienevorschriften beinhalten, dass es zur Begrüßung und zum Beglückwünschen keinen Händedruck geben wird. Außerdem wird laut Caroline Schaal darauf geachtet, dass sich die Hochzeitsgäste der verschiedenen Trauungen nicht begegnen. Während der Coronakrise finden Trauungen auch in Remseck statt. Allerdings gilt dies nur für bereits angemeldete Paare. „Neue Trautermine werden nur in sogenannten Notfällen vergeben“, teilt Pressesprecher Philipp Weber mit. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf zehn Personen inklusive Brautpaar und Trauzeugen begrenzt. Dies soll den Abstand von etwa anderthalb Meter gewährleisten. Vom Händeschütteln wird generell abgesehen. Bisher wurde laut Philipp Weber eine Trauung von Seiten der Eheleute abgesagt. „Dieses Paar konnte aufgrund der Coronakrise die anschließenden Festlichkeiten nicht im geplanten Umfang stattfinden lassen“, so der Pressesprecher. Bis Ende Mai sind in Remseck sieben Trauungen angemeldet.

In Vaihingen sind es 17 Paare, die bis Ende Mai heiraten wollen. Eine Absage hat es in der Stadt unterm Kaltenstein bislang noch nicht gegeben. Bezüglich der Anzahl der Gäste ist man im Vaihinger Standesamt sehr kulant. Aktuell sind 20 Gäste zugelassen. „Doch das kann je nach Situation noch reduziert werden“, teilt Pressesprecherin Martina Fischer mit. Der Mindestabstand muss in Vaihingen ebenso eingehalten werden wie gängige Hygienemaßnahmen.

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