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Jeden Tag aktueller Lesestoff mit dem NEB

Anwaltskanzlei Cavada spendet dem Christoph-Schrempf-Gymnasium ein Jahr lang ein Zeitungsabo

Die Kanzlei Cavada, die von ihren beiden Rechtsanwälten Björn Beck (Zweiter von links) und Achim Schober (in der Mitte sitzend) vertreten wird, übernimmt die Zeitungspatenschaft fürs Christoph-Schrempf-Gymnasium. Mit dabei sind LKZ-Mitarbeiter Mathia
Die Kanzlei Cavada, die von ihren beiden Rechtsanwälten Björn Beck (Zweiter von links) und Achim Schober (in der Mitte sitzend) vertreten wird, übernimmt die Zeitungspatenschaft fürs Christoph-Schrempf-Gymnasium. Mit dabei sind LKZ-Mitarbeiter Mathias Rühle (links), Schulleiter Frank Hielscher (Bildmitte) sowie der Deutschlehrer Roland Häberle (Dritter von rechts) und viele lesefreudige Schüler. Foto: Ramona Theiss

Besigheim. Für die Schüler und die Lehrer des Christoph-Schrempf-Gymnasiums (CSG) ist es ein Gewinn, für die beiden Rechtsanwälte Björn Beck und Achim Schober eine Selbstverständlichkeit: Ein Jahr lang sponsort die Kanzlei Cavada aus Bietigheim-Bissingen ein Abo des Neckar- und Enzboten (NEB). Die Kanzlei sei im Jahr 1977 in Besigheim gegründet worden, erklärt Schober, daher die Verbindung.

„Zeitungslesen bildet, fördert die sprachliche Kompetenz und das Erfassen von Inhalten“, betont Beck. „In einer Tageszeitung werden verschiedene Perspektiven dargestellt, anhand derer die Leser sich eine Meinung bilden können.“ Dem stimmt Schober, ehemaliger CSG-Schüler, zu: „Gerade in unserem Beruf ist es elementar, Zusammenhänge einzuordnen. Dies wird durch das Lesen einer Tageszeitung unterstützt.“ Zudem, betont Schober, sei der Lokalteil wichtig. „Man sollte wissen, was in dem Ort passiert, in dem man wohnt.“

Die 14-jährige Monica liest gerne größere Berichte, weil „sie glaubwürdig und seriös sind als diejenigen, die kurz im Internet auftauchen“. Hauptsächlich der Sportteil interessiert den 13-jährigen Florian, dessen gleichaltriger Schulkamerad Luis begeistert sich für Politik und Polizeimeldungen. „Zeitung zu lesen ist viel abwechslungsreicher und spannender als eine Seite auf dem Tablett oder dem Handy einfach nur wegzuwischen“, sind sich die drei Schüler einig. Es sei toll, die Seiten umzublättern, betont Luis: „Und wenn ich etwas nachlesen möchte, blättere ich zurück und muss den Artikel nicht lange suchen.“ Anhand einer Tageszeitung lernen die Schüler, „zwischen seriösen und unseriösen Medien sowie Fake News von Fakten zu unterscheiden“, erklärt Schulleiter Frank Hielscher. Die Schüler seien einer Medienüberflutung mit Kurznachrichten, bestehend aus 140 Zeichen, ausgesetzt. „Zeitunglesen erfordert mehr Zeit. Es ist aber erwiesen, dass jenes Gelesene länger im Gedächtnis bleibt.“ Laut einer Initiative des Kultusministeriums und des Regierungspräsidiums Stuttgart soll „unsere Demokratie gestärkt und unsere Schüler demokratiefähig gemacht werden“, so Hielscher, „da trägt die seriöse Presse, als sogenannte vierte Gewalt, sehr viel dazu bei.“ Um die Medienkompetenz zu fördern, sei das Thema Zeitung eines der Schwerpunkte in Klasse 9, sagt Roland Häberle, Fachbereichsleiter für Deutsch und Sprachen. Vier Neuntklässler haben sich gemeldet, sich täglich darum zu kümmern, dass die zwei aktuellen Exemplare des NEB in die dafür vorgesehenen Halterungen kommen und den Schülern zur Verfügung stehen.

Matthias Rühle, Leiter des LKZ-Vertriebsmarketings, hat zusätzlich zwei rote Sitzsäcke zur Verfügung gestellt. So haben die Schüler die Möglichkeit, in Zukunft gemütlich zu lesen und sich zu informieren. Momentan befindet sich die Zeitungsecke im großen Saal des Gymnasiums. Der wird zugleich als Mensa genutzt. Dort tummeln sich viele potenzielle junge Zeitungsleser, es herrscht aber auch ein gewisser Geräuschpegel.

„Wir werden mal sehen, wie sich das etabliert. Ein Exemplar des NEB soll dortbleiben, das andere legen wir in der Oberstufenbibliothek aus, wo es ein wenig ruhiger ist“, meint Schulleiter Hielscher, denn: Zeitungslesen solle für die Schüler zur Gewohnheit werden, auch der Unterricht lebe von der Berichterstattung in der Zeitung.

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