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Zur Person

Jens Krauße

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53, ist seit 19 Jahren Bürgermeister in der sächsischen 3000-Einwohner-Gemeinde Großharthau. Gelernt hat der SPD-Kommunalpolitiker Maschinenbauer und Florist. Aus der ersten Ehe mit einer Frau hat Krauße einen Sohn.

Outing: 2010 bewirbt er sich um das Amt des Bischofswerdaer Oberbürgermeisters. Am Ende fehlen ihm nur wenige Stimmen, womöglich auch, weil ihn seine politischen Gegner im Wahlkampf outen und seine Homosexualität instrumentalisieren. „Das hat wehgetan“, sagt Krauße.

Wegbereiter: Zu seinen politischen Vorbildern zählt er den ehemaligen Berliner Regierenden Bürgermeister und Parteifreund Klaus Wowereit (Foto), von dem das geflügelte Wort stammt: „Ich bin schwul – und das ist auch gut so.“ Laut Krauße habe Wowereit damit „viele Türen geöffnet“.

Kirche: „Mit großer Spannung“ hat der sächsische Kommunalpolitiker kürzlich die Äußerungen des Papstes Franziskus vernommen, wonach das katholische Kirchenoberhaupt eingetragene zivile Partnerschaften für homosexuelle Paare befürwortet. (phs) Foto: Jens Kalaene/dpa