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REMSECK

Lamm-Prozess wird im Oktober fortgesetzt

Die dritte Zivilkammer des Stuttgarter Landgerichts ist im Schadenersatzprozess zur Brandstiftung im ehemaligen Gasthof Lamm in Neckargröningen auch gestern nicht weitergekommen. Es ist die fünfte Vertagung in dieser Rechtssache, mit der sich das Stuttgarter Landgericht nun schon seit gut einem Jahr befasst – mit drei verschiedenen Zivilkammern und vier verschiedenen Vorsitzenden Richtern.

Remseck. Der Kläger – Inhaber und Betreiber des abgebrannten Lokals – will von seiner Versicherung eine dreiviertel Million Euro Schadenersatz haben. Doch die zahlt nicht, weil sie den Kläger selbst als Brandstifter vermutet. Vor drei Jahren hatte die Polizei deutliche Spuren einer Brandstiftung, aber keinen Täter gefunden. Strafrechtlich ist die Sache eingestellt.

Mit kurzem Beschluss teilte die neue Kammervorsitzende gestern mit, dass die Angelegenheit jetzt auf den 9. Oktober vertagt wurde. Auch dann soll noch kein Urteil gesprochen werden, weil zwei Zeugen zu vernehmen sind. Die Vorsitzende Richterin möchte den Verdacht der Eigen-Brandstiftung nochmals genau durchleuchten. Bedingt durch Urlaubszeit und Personalüberlastung bei Gericht komme es zu dieser Verzögerung, hieß es. (wic)