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Nahverkehr

Land will Entschädigung für Zugfahrgäste durchsetzen

Archivfoto: Alfred Drossel
Foto: Alfred Drossel

Stuttgart/Kreis Ludwigsburg. Landesverkehrsminister Winfried Hermann will finanzielle Entschädigungen für Bahnkunden, die von Zugausfällen und Verspätungen betroffen sind. Hintergrund sind die massiven Probleme im Regionalverkehr seit der Übernahme der Strecken durch die privaten Betreiber Abellio und Go-Ahead. Hermann macht dafür die Hersteller der Züge verantwortlich, die auch zum Start des neuen Fahrplans bei weitem nicht alle bestellten Züge liefern können. „Im Januar starten die Verhandlungen, wie diese Entschädigungen aussehen können“, kündigte Hermann gestern in Stuttgart bei der Vorstellung des neuen Fahrplans an, der am 15. Dezember in Kraft tritt.

Die Hersteller Bombardier und Stadler konnten zum Teil nur verspätet oder gar nicht liefern. Auch zum neuen Fahrplan wird es erhebliche Verzögerungen geben. Von den 25 bestellten drei- und fünfteiligen neuen Talent-2-Triebzügen kann Bombardier nur sechs dreiteilige fristgerecht liefern. Ein weiterer Zug soll bis Jahresende hinzukommen. Abellio-Geschäftsführer Rolf Schafferath erwartet, dass erst zum Fahrplanwechsel Mitte 2020 alle neuen Züge zur Verfügung stehen werden. Bis dahin sollen Züge unter anderem von der DB zum Einsatz kommen.

Abellio übernimmt zwei weitere Linien im Stuttgarter Netz/Neckartal. So wird der Regionalexpress 10 sowie die RB 18 von Stuttgart nach Mannheim und Osterburken fahren. Auf der Linie RE 10 kommen zunächst zwischen Stuttgart und Heilbronn Doppelstockwagen der DB zum Einsatz.

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