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Landkreis Ludwigsburg gedenkt der Toten der Corona-Pandemie

Am kommenden Sonntag wird an den Rathäusern im Kreis die Trauerbeflaggung gehisst und die Kirchenglocken läuten.

Mond hinter Kirchenkreuz
Der Mond zieht an einem an einem Kreuz eienr Kirche vorbei. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild

Kreis Ludwigsburg. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat für den kommenden Sonntag, 18. April, zum Gedenktag für die in der Corona-Pandemie Verstorbenen aufgerufen. Die zentrale Gedenkfeier findet in Berlin statt. Auch der Landkreis Ludwigsburg ruft zu Anteilnahme und Innehalten an diesem Tag auf. Die Rathäuser in den Kommunen tragen aus diesem Grund dann Trauerbeflaggung, die Kirchen lassen am Sonntag um 15 Uhr ihre Glocken läuten und laden zum Gedenk-Gottesdienst ein.

Im Landkreis Ludwigsburg sind seit Beginn der Pandemie im März 2020 440 Menschen an oder mit Corona verstorben. Allein in Ludwigsburg starben 83 Menschen seit Ausbruch der Pandemie an oder mit Corona. Im selben Zeitraum mussten in der Stadt Hinterbliebene zudem Abschied nehmen von 1044 Personen, deren Todesursache nicht das Corona-Virus war.

Landrat Allgaier spricht seine Anteilnahme aus

„Im Namen aller 39 Städte und Gemeinden spreche ich den Angehörigen der Verstorbenen unsere aufrichtige Anteilnahme aus. Einen lieben Menschen durch das Virus zu verlieren, ist besonders schmerzlich. Mit dem landkreisweiten Gedenken am Sonntag wollen wir die Erinnerung an die Verstorbenen wachhalten und den Hinterbliebenen Trost zusprechen, dass sie nicht allein sind“, sagt Landrat Dietmar Allgaier. Er erinnert auch an die zahlreichen Verstorbenen im Partnerlandkreis Provincia di Bergamo in Italien sowie in allen Partnerstädten und -landkreisen des Landkreises sowie der Städte und Gemeinden. „In der Trauer sind wir mit unseren Freunden in den Partnerstädten und -landkreisen vereint“, erklärte Landrat Allgaier abschließend.

Oberbürgermeister Knecht weist auf schmerzvolle Situationen hin

„Die Einschränkungen der Pandemie führten dazu, dass in vielen Fällen ein Abschiednehmen nicht möglich war“, weist Ludwigsburgs OB Dr. Matthias Knecht auf schmerzvolle Situationen hin, die Familien und Freunde ertragen mussten. Er weiß das aus einem Todesfall in der eigenen Familie. „Begleitung und Anteilnahme sind aber feste Bestandteile unserer Trauer. Sie helfen uns, loszulassen und zu verarbeiten“, so der OB. Weil das nicht möglich gewesen sei, habe die Pandemie auch hier tiefe Spuren hinterlassen. „Alle Menschen, die von uns gegangen sind, hatten ein Leben, an das es sich zu erinnern lohnt. Daher wollen wir an diesem Tag innehalten und in Stille all jenen gedenken, die von uns gegangen sind.“

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