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Corona

Landrat Allgaier macht wenig Hoffnung auf Lockerungen

Landrat Dietmar Allgaier erwartet frühestens Ende März mehr Impfungen. Archivfoto: Andreas Becker
Landrat Dietmar Allgaier erwartet frühestens Ende März mehr Impfungen. Foto: Andreas Becker

Kreis Ludwigsburg. Trotz sinkender Sieben-Tage-Inzidenz wird sich für die Bürger im Landkreis Ludwigsburg zunächst nichts ändern. „Entscheidend ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf Landesebene – und nicht auf Ebene einzelner Landkreise“, sagte Landrat Dietmar Allgaier im Interview.

Erforderlich sei eine gewisse Konstanz und Stabilität der Inzidenz, wenn sie auf Landesebene unter 35 gefallen ist. Im Landkreis Ludwigsburg lag sie gestern bei genau 30. So niedrig war sie zuletzt am 7. Oktober 2020, als sie mit 30,6 Neuinfektionen pro 100000 Einwohner berechnet wurde.

Die Landkreise können laut Coronaverordnung zwar über die Ausgangssperre entscheiden, die erlassen werden muss, wenn eine Inzidenz von 50 überschritten wird. Aber auch die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung ist durch das Land vorgegeben und kann nicht durch die Landkreise aufgehoben werden, wenn eine bestimmte Inzidenz unterschritten wird.

Aufgrund der Virus-Mutationen geht Allgaier davon aus, „dass Lockerungen vorsichtiger und langsamer als ursprünglich angedacht erfolgen werden“. Er begrüßt zwar, dass die Stadt Ludwigsburg notleidenden Geschäften finanziell unter die Arme greifen will. „Hilfsangebote sehe ich auf Kreisebene aber nicht“, so Allgaier.

Derzeit werden im Kreisimpfzentrum (KIZ) etwa 181 Menschen pro Tag geimpft, nachdem wieder Impfstoff geliefert wurde. Frühestens Ende März könne das KIZ auf Volllast arbeiten und maximal 2500 Menschen impfen. Allerdings warten auch noch 20 Alten- und Pflegeheime im Landkreis auf die erhoffte Impfung.

Ein Interview mit Landrat Allgaier finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Ludwigsburger Kreiszeitung, die Sie unter unseren Abo-Angeboten kennenlernen können.

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