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Langer Weg zu besseren Straßen

Das Land will in diesem Jahr eine wichtige Route aus Markgröningen zur B.10 sanieren. Nach Ansicht des CDU-Landtagsabgeordneten Epple müssen aber zügig weitere Schritte folgen – denn mancherorts ist auch das Land an Verzögerungen schuld, wie in Korntal.

Die Vaihinger Straße von Markgröningen zur B 10 will das Land in diesem Jahr endlich sanieren, ebenso sich den von der Stadt geplanten Vorhaben an der Brücke der Weilimdorfer Straße in Korntal anschließen. Fotos: Holm Wolschendorf
Die Vaihinger Straße von Markgröningen zur B 10 will das Land in diesem Jahr endlich sanieren, ebenso sich den von der Stadt geplanten Vorhaben an der Brücke der Weilimdorfer Straße in Korntal anschließen. Foto: Holm Wolschendorf
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Markgröningen/ Korntal-Münchingen. Die alte Oberamtsstadt Markgröningen hatte im Mittelalter sechs Einfallstraßen, über die Waren und Postsendungen zu den Menschen gelangten – darunter die Vaihinger Straße, die Markgröningen heute bei Pulverdingen mit der B.10 verbindet. Doch die Fahrbahn ist in die Jahre gekommen. „Sie ist stark renovierungsbedürftig“, sagt Bürgermeister Rudolf Kürner unserer Zeitung.

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„Ich weiß, dass die Straßen an vielen Stellen in schlechtem Zustand sind.“

Konrad Epple (CDU)
Landtagsabgeordneter

Jetzt sieht es allerdings so aus, als würde sich auf der Landesstraße, die im Behördenjargon als L.1138 firmiert, etwas tun. „Sie soll in diesem Jahr saniert werden“, sagt der Landtagsabgeordnete Konrad Epple (CDU). Das gehe aus einer Anfrage hervor, die er an das Verkehrsministerium gerichtet habe. Epple fragte darin nach dem aktuellen Sanierungsstand. Geplant sind wohl zwei Abschnitte, die zusammen fast zwei Kilometer lang sind.

In Markgröningen kommt die Nachricht gut an. „Ich bin froh darüber“, sagt Kürner. Er hat in den vergangenen Jahren so seine Erfahrungen mit dem Land gemacht. Auf der Asperger Straße und Bahnhofstraße, einem weiteren Einfallstor, erledigte die Stadt bis vergangenen Sommer den Job der Landesregierung.

Auch in Korntal ist es quasi die Stadt, die das Land zum Handeln bringt. Sie hatte Ende 2016 bei einer Prüfung gravierende Mängel und eine Gefährdung der Standsicherheit der Brücke der Weilimdorfer Straße über die Bahngleise festgestellt. Nachdem alternativ auch der Abriss und Neubau untersucht worden war, entschied sich der Gemeinderat für eine umfangreiche Sanierung. Die Arbeiten dafür hätten eigentlich schon im Herbst ausgeschrieben werden sollen, doch dann kündigte das Land an, auch seinen Brückenteil über die Südstraße sanieren zu wollen. Details zum Baubeginn und der Dauer – womit auch die Länge der Sperrung der wichtigen Verbindung einhergeht – könne man noch nicht nennen, heißt es aus dem Korntaler Rathaus. Die Verwaltung hat aber am Donnerstag die Ausschreibung veröffentlicht, darin ist von einem Ausführungszeitraum von Ende März bis Ende November die Rede – ursprünglich war man von einem halben Jahr ausgegangen.

Klar ist schon jetzt: Das Projekt wird für die Stadt teurer. 663.000 statt 550.000 Euro, so der Stand im Herbst. Grund sind dickere Platten und weitere Änderungen, weil die Schäden offenbar noch größer sind als zunächst festgestellt. Die Stadt bekommt zwar Hilfe vom Land, doch nur einen Teil der im Frühjahr beantragten, noch niedrigeren Summe.

Epple findet, dass es „gut ist, dass das Land die maroden Straßen im Kreis angeht“. In den vergangenen beiden Jahren habe die Straßenbauverwaltung jeweils mehr als eine Milliarde Euro an Bundes- und Landesmitteln im Südwesten umgesetzt. „Das ist der höchste Ausgabestand der vergangenen zehn Jahre.“

Allerdings: „Es ist trotzdem noch nicht alles gut.“ Darum müssten die geplanten Sanierungsprojekte in diesem Jahr auch umgesetzt werden. Er wolle jedenfalls am Ball bleiben. „Ich komme viel in meinem Wahlkreis herum und weiß, dass die Straßen an vielen Stellen in einem sehr schlechten Zustand sind.“ Immerhin: Auch beim Land scheint man das so zu sehen – und hat Epple zur Ankündigung der bald anstehenden Arbeiten eine Liste mit geplanten Maßnahmen bis 2020 übermittelt.

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