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Markgröningen

Lkw-Fahrverbot: Polizei zählt nur wenig Verstöße

Markgröningens Bürgermeister Rudolf Kürner und der Leiter des Vaihinger Polizeireviers, Thorsten Gellhaus, haben sich gestern an die Fersen der Einsatzkräfte geheftet, um bei der Überwachung des Lastwagen-Durchfahrtsverbots in der Stadt dabei zu sein. Seit knapp sieben Jahren müssen schwere Lastwagen in Markgröningen draußen blieben.

Markgröningen. Am Freitag nahmen die Polizisten zwischen 8 und 11 Uhr mehr als 30 Brummifahrer im Stadtgebiet ins Visier. Das Ergebnis nach drei Stunden Kontrolle: Nur fünf Fahrer konnten laut Polizei kein berechtigtes Durchfahrtsinteresse nachweisen.

Stadt will mehr Kontrollen

Das deckt sich offenbar mit Erkenntnissen, die die Polizei auch in den vergangenen Jahren gewonnen hat. „Nach Inkrafttreten dieses Verbots haben wir die Einhaltung in den Jahren 2011 und 2012 mehrfach überwacht“, so ein Polizeisprecher. Im Ergebnis sei der überwiegende Teil der Lkw-Fahrer rechtmäßig in Markgröningen unterwegs gewesen – etwa als Anlieferer. Seither erledigen Einsatzkräfte des Vaihinger Polizeireviers nach eigenen Angaben stichprobenartig Kontrollen. Das Resultat sei im Wesentlichen bestätigt worden.

Neue Fahrt hatte das Thema in diesem Herbst aufgenommen, als Kürner den Ludwigsburger Polizeichef Frank Rebholz einschaltete. Seine Forderung: Die Polizei möge das Lkw-Fahrverbot stärker kontrollieren. Kürner sagte damals im Ausschuss für Umwelt und Technik: „Es wird offensichtlich missachtet.“ In die gleiche Kerbe schlägt seit langem die Markgröninger GAL.

Nach der Aktion vom Freitag zieht die Polizei ein Fazit: Sie sieht sich nach der Kontrolle in ihrer Auffassung bestätigt, dass das Durchfahrtsverbot prinzipiell beachtet wird. (phs)