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Markgröningen jetzt offiziell Schäferlaufstadt

Bürgermeister Rudolf Kürner (links) hält mit Markgröningens Wirtschaftsförderer Herrn Andreas Huth einen Prototyp des zukünftigen Ortschildes. Foto: privat
Bürgermeister Rudolf Kürner (links) hält mit Markgröningens Wirtschaftsförderer Herrn Andreas Huth einen Prototyp des zukünftigen Ortschildes. Foto: privat

Markgröningen. Die Stadt Markgröningen erhält am Donnerstag, den 9. Dezember 2021 offiziell die Zusatzbezeichnung „Schäferlaufstadt“. Das teilt der Landtagsabgeordnete Dr. Markus Rösler (Grüne) mit. Zum ersten Mal seit der Änderung der Gemeindeordnung im Jahr 2020 und der damit einhergehenden Neuregelung hat das Innenministerium Baden-Württemberg positiv über die Anträge von 23 Gemeinden auf Genehmigung einer Zusatzbezeichnung entschieden. Darunter ist auch Marbach, das die Bezeichnung Schillerstadt tragen darf.

„Gratulation an die Stadt Markgröningen sowie ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Ich bin begeistert von der nun ganz offiziellen Zusatzbezeichnung als Schäferlaufstadt. Seit 2011 war ich bei nahezu allen Schäferläufen dabei und habe dafür sogar schon meinen Urlaub verlegt“, erzählt Rösler. „Ich hoffe sehr, dass es 2022 wieder möglich sein wird, den Schäferlauf auszurichten“.

„Mit dem Traditionsfest sowie dem Schafhaltungsfonds zugunsten der Stadtschäferei und der vielfältigen Natur ist Markgröningen intensiver Partner und Unterstützer der Schäferei. Auch mir persönlich ist die Unterstützung der Schäferei im Land ein wichtiges Anliegen. Schon zweimal konnte ich bundesweit als vorbildlich bezeichnete Kooperations-Projekte von Landesschafzuchtverband und NABU zum Schutz von Weidetieren vor dem Wolf in die Wege leiten“, so Rösler, der naturschutzpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist.

„Im Zuge der Änderung der Gemeindeordnung im vergangenen Jahr wurde die bislang äußerst zurückhaltende Praxis im Bereich der Zusatzbezeichnungen von Gemeinden gelockert. Für die Gemeinden im Land ist es seither viel leichter möglich, neben dem Gemeindenamen eine sonstige Bezeichnung zu führen. Solche Zusatzbezeichnungen können auf der geschichtlichen Vergangenheit, der Eigenart oder der heutigen Bedeutung der Gemeinde beruhen“, erläutert Rösler.

„Bis auf das 16. Jahrhundert lässt sich der Schäferlauf in Markgröningen zurückverfolgen und gehört seit 2018 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Ab dem 1. Januar 2022 darf die Stadt diese lange Tradition nun auch offiziell auf Ihrem Ortsschild mit „Markgröningen – Schäferlaufstadt“ hervorheben.“ Darauf weist der Landtagsabgeordnete Konrad Epple (CDU), der selbst ein treuer Anhänger des Schäferlaufs ist, anlässlich einer virtuellen Feierstunde zur Verleihung der Zusatzbezeichnung durch Herrn Innenminister Strobl am heutigen Donnerstag hin.

Mit der Änderung der Gemeindeordnung im vergangenen Jahr wurde auch die in der Vergangenheit sehr zurückhaltende Praxis im Bereich der Zusatzbezeichnungen gelockert. Seither ist es für die Kommunen im Land deutlich einfacher, neben dem Gemeindenamen eine sonstige Bezeichnungzu führen. Solche Zusatzbezeichnungen, wie z.B. „Schäferlaufstadt“ können auf der geschichtlichen Vergangenheit, der Eigenart oder der heutigen Bedeutung der Gemeinde beruhen. Nun hat Innenminister Thomas Strobl zum ersten Mal seit der Neuregelung die Anträge auf Genehmigung einer Zusatzbezeichnung von insgesamt 23 Gemeinden positiv entschieden.

„Es ist sehr schade, dass der Schäferlauf wegen Corona im letzten und in diesem Jahr ausfallen musste. Ich weiß, wieviel Herzblut die Markgröningerinnen und Markgröninger in die Organisation des großen Festes rund um den Lauf einbringen und mit wieviel Freude und Spaß sie diesen jahrhundertealten Brauch pflegen. Deshalb freue ich mich besonders, dass es nun möglich ist, auch auf dem Ortschild auf diese lange Tradition hinzuweisen. Damit kann Bürgermeister Kürner sein Probeschild gleich anbringen. Auf jeden Fall freue ich mich schon heute wieder auf den Schäferlauf um St. Barholomä im August 2022, an dem auch ich wieder dabei sein möchte“, freut sich der CDU-Landtagsabgeordnete Konrad Epple. red)