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Kongress- und Kulturzentrum

Mehr Umsatz: Die Zahlen des K sprechen für sich

Betriebsleiterin legt Bericht für 2017 vor – Abmangel für die Einrichtung sinkt drastisch

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Das Kulturzentrum neben dem Rathausturm.Foto: Werner Kuhnle

Kornwestheim. Die Umsatzerlöse steigen, die Betriebsaufwendungen sinken: Auch wenn die Zahlen im Jahresbericht 2017 für das Kongress- und Kulturzentrum nur vorläufig sind, ist die positive Entwicklung unverkennbar.

„Das Vorjahr stand im Zeichen der Umsetzung neuer Angebote“, wies Betriebsleiterin Claudia Münkel auf die Kampagne für Firmenkunden sowie „Sag Ja im K“ für Brautpaare hin. Die Zahl der Gesamtbelegungen – gezählt werden die Tage – bezifferte die Betriebsleiterin mit 606. Das entspricht 334 Veranstaltungen. Ein Rekordmonat war übrigens der November: Seit der Eröffnung des Kongress- und Kulturzentrums K war die Auslastung in diesem Monat mit 65 Veranstaltungen und 87 Belegungen am höchsten.

Ein Wachstumstrend ist bei den Belegungen im umsatzstärksten Tarif 3 zu erkennen, den Unternehmen zahlen. Hier wurde im Vorjahr ein Anstieg um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr befindet sich die Zahl der Buchungen im Tarif, den Privatpersonen, Kulturanbieter und Schulen zahlen. Ein Rückgang war dagegen im Tarif eins bei Veranstaltungen der Stadt sowie der Sport- und Kulturvereine zu beobachten. Hier sank die Zahl der Belegungen von 355 auf 283. An diesem Punkt machen sich für Claudia Münkel die Auswirkungen der Haushaltskonsolidierung bemerkbar.

Der Blick auf das erste Quartal dieses Jahres zeigt, dass der positive Trend anhält. Die Zahl der Veranstaltungen ist von 57 im Vorjahr auf 109 gestiegen und hat sich nahezu verdoppelt.

Ein Plus von einem Prozent wurde nach bisherigem Stand bei den Umsatzerlösen erzielt: Der geplante Betrag von 505 800 Euro wurde knapp überschritten und liegt bei 512 000 Euro. Wurden für die Betriebsaufwendungen 1,35 Millionen veranschlagt, so liegen diese jetzt bei 1,18 Millionen Euro. Das gleiche gilt für die Berechnung des Fehlbetrags, der nahezu halbiert worden ist. Angesetzt waren 353 000 Euro, zum Jahresende lag er bei 173 000 Euro.

Lob zollte SPD-Fraktionschef Hans-Michael Gritz allen Mitarbeitern im K. Er erwähnte die Personalkürzungen und die Querelen im Restaurant. „Es ist wichtig, dass eine Stadt wie Kornwestheim solch ein Aushängeschild hat“, sage er. „Das ist eine gute Leistung für solch ein kleines Team“, stimmte ihm Ralph Rohfleisch, Fraktionsvorsitzender der Grünen, zu. Er deutete an, dass man über mehr Personal nachdenke.

Die Rizzi-Ausstellung, die im Sommer stattfindet, lässt nicht nur die Zahl der Belegungstage in die Höhe schnellen. Dass die Abschlussschüler des Ernst-Sigle-Gymnasiums und der Theodor-Heuss-Realschule deshalb nicht im K feiern können und in die Ludwigsburger Musikhalle ausweichen, sorgte im Gemeinderat für kritische Nachfragen.

„Es ist wichtig, dass der Abi- ball einer Schule in Kornwestheim stattfindet“, sagte Sven Waldenmaier (CDU). „Die Stadt sollte schauen, dass zuerst die Bürger, die das K bezahlt haben, bedient werden“, kritisierte Theresia Liebs (Freie Wähler). Oberbürgermeisterin Ursula Keck wies darauf hin, dass beiden Schulen frühzeitig informiert wurden.