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Verkehr

Mehrere Staus fordern Geduld der Fahrer auf A 81

In der Hauptverkehrszeit am Montagabend fahren in der Baustelle vier Lastwagen aufeinander – Zwei Unfälle bereits am Morgen

Ditzingen/Korntal-Münchingen. Wer am Montag in den Hauptverkehrszeiten auf der Autobahn 81 im Süden des Landkreises unterwegs war, hat dazu mit großer Wahrscheinlichkeit länger gebraucht als sonst. Gleich drei Unfälle und eine Fahrerflucht meldete die Polizei gestern. Alle waren in der Baustelle geschehen. Der Vorfall mit den weitreichendsten Auswirkungen geschah am Nachmittag gegen 15.45 Uhr. Zwischen dem Engelbergtunnel und der Anschlussstelle Feuerbach waren in der Baustelle gleich vier Lastwagen aufeinander gefahren. Die Folgen für die Fahrer waren mit leichten Verletzungen zwar vergleichsweise harmlos, so ein Polizeisprecher – nicht aber für die Verkehrsteilnehmer, die hinter ihnen Richtung Ludwigsburg wollten. Denn drei der Lkw waren nicht mehr fahrfähig und mussten abgeschleppt werden, den Zeitbedarf kalkulierte die Polizei gegen 16.30 Uhr mit zwei bis drei Stunden. Die Verkehrsteilnehmer, die auf eine der beiden betroffenen Spuren – die dritte war baustellenbedingt abgetrennt – standen, wurden wenig später von der Polizei eigens ausgeleitet. Auf der verbliebenen dritten Spur staute sich der Verkehr rasch auf eine Länge von mehr als zehn Kilometern. Dadurch entstand auch ein Rückstau auf der A 8 bis zum Kreuz Stuttgart. Selbst gegen 18 Uhr meldete die Polizei, dass dessen Länge weiter zunehme. Sie hatte deshalb auch ortskundige Autofahrer gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Zwei Staus in der Gegenrichtung hatte es bereits am Morgen gegeben. Gegen 7 Uhr war zwischen den Anschlussstellen Zuffenhausen und Feuerbach ein 45 Jahre alter Mann mit seinem Lastwagen auf den Transporter eines 49-Jährigen aufgefahren. In der Folge war der rechte Fahrstreifen für gut anderthalb Stunden blockiert. Der 49-Jährige kam leicht verletzt in ein Krankenhaus. Auch hier waren die Folgen darüber hinaus erheblich: Der Transporter musste abgeschleppt werden. Die Polizei schätzt den Schaden auf insgesamt 30 000 Euro.

Unfallauto gestreift und geflohen

Nur eine Stunde nach diesem Unfall ereignete sich ganz in der Nähe ein weiterer. Aufgrund einer Stockung hatten auf der mittleren Spur ein 37 Jahre alter Fahrer eines Kleintransporters und eine 20-Jährige in ihrem Auto anhalten müssen. Ein nachfolgender 27-Jähriger erkannte die Situation vermutlich zu spät und fuhr auf das Auto der Frau auf, das durch die Wucht des Aufpralls auf den Vordermann geschoben wurde. Die Frau wurde leicht verletzt. Ihr Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Während der Unfallaufnahme standen die beteiligten Fahrzeuge auf dem mittleren Fahrstreifen, der bis etwa zehn Uhr gesperrt war. Etwa gegen 9.45 Uhr fuhr ein bislang Unbekannter links an der Unfallstelle vorbei und streifte dabei den linken Außenspiegel des abgestellten Renault-Masters, und flüchtete. Die Verkehrspolizeidirektion Ludwigsburg bittet um Zeugenhinweise unter der Telefonnummer (07 11) 68 69-0.